Urteil im Prozess gefallen

Im Prozess um den 24-Jährigen, der im Streit seine Freundin erwürgte, wurde am Montag das Urteil gesprochen. Das lautet auf Totschlag.

Am Montag vergangene Woche begann sein Prozess. Der 25-jährige Thomas W. war angeklagt, er hatte seine Freundin in der gemeinsamen Wohnung im Streit erwürgt. Die Tat geschah im Juli vergangenen Jahres – heute nun wurde das Urteil am Landgericht Chemnitz gesprochen.

13 Jahre und 6 Monate muss der Mann ins Gefängnis – die Richter verurteilten ihn wegen Totschlags. Der 25Jährige war zur Tatzeit arbeitslos, vorbestraft und dem Alkohol nicht abgeneigt. Der Streit der Beiden eskalierte an jenem Abend – Thomas W. würgte seine Freundin, wollte sie aber nicht umbringen, wie er vor Gericht sagte. Zum Zeitpunkt der Tat hatte der Mann 2,5 Promille Alkohol im Blut. Trotzdem bescheinigten ihm Gutachter vor Gericht die volle Schuldfähigkeit – er sei Gewohnheitstrinker, hieß es.

Nach der Tat floh der Mann, ging 3 Tage später eher zufällig der Polizei in Bremen ins Netz – wurde festgenommen. Vor Gericht zeigte er sich geständig, bereute die Tat – das jedoch macht die 4 Jahre jüngere Freundin auch nicht wieder lebendig. Die Eltern des 20-jährigen Opfers traten bei dem Prozess als Nebenkläger auf. Nach eigenen Aussagen wollten sie bis zum Schluss eine Verurteilung wegen Mordes erreichen.

In einer Erklärung erhoben sie auch schwere Vorwürfe gegen die Justiz. Denn Thomas W. wurde bereits im August 2006 unter anderem wegen Körperverletzung zu 11 Monaten Gefängnis verurteilt. Eine Strafe, die, wie es hieß, trotz großer Bedenken der Richter, zur Bewährung ausgesetzt wurde.

Der 25Jährige muss nun also für gut 13 einhalb Jahre hinter Gitter. Die Höchststrafe für Totschlag wären 15 Jahre gewesen.

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