Urteil im „Schleuserprozess“ gefallen

Im Schleuserprozess ist am Freitag im Amtsgericht Chemnitz ein vorläufiges Urteil gefallen.

So ist der polnische Lkw-Fahrer zu zwei Jahren und zehn Monaten Haft verurteilt worden. Die Richter sahen damit die Schuld des 49-Jährigen wegen mehrfacher Einschleusung von Ausländern als erwiesen an. Außerdem muss der Mann seinen Führerschein für drei Jahre abgeben. Das Urteil ist jedoch noch nicht rechtskräftig, weil sich sowohl Staatsanwaltschaft als auch Verteidigung weitere Rechtsmittel vorbehalten. Bis das Urteil in Kraft tritt, bleibt der Mann in Untersuchungshaft.
Der Pole war Fahrer des Lkw, der im August vergangenen Jahres von Beamten an der Raststätte „Auerswalder Blick“ auf der A 4 gestoppt wurde. An Bord des Transporters waren insgesamt 31 Flüchtlinge aus Tschetschenien, die nach Westeuropa gebracht werden sollten – unter ihnen Frauen und Kinder die ärztlich versorgt werden mussten.

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