Urteil: Thor-Steinar-Laden in Leipzig muss geräumt werden

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig

Leipzig (ddp-lsc). Der Thor-Steinar-Laden in Leipzig muss geräumt werden. Das entschied das Landgericht Leipzig am Donnerstag. Es folgte damit einer Klage des Vermieters, eine Begründung gab das Gericht zunächst nicht. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Der Vermieter, die Immovaria Beteiligungs AG aus Berlin, hatte auf Räumung des Ladens «Tonsberg» geklagt, weil er sich arglistig getäuscht sah. Der Vertrag wäre niemals unterschrieben worden, wenn man gewusst hätte, dass in die Räume ein Geschäft für die bei Rechtsradikalen beliebte Textilmarke Thor Steinar einziehe, betonten die Unternehmensvertreter in der Verhandlung. Der Mieter bot während der Verhandlung an, gegen eine Zahlung von 200.000 Euro vorzeitig den Laden zu räumen. Darauf ging der Vermieter nicht ein.

Immovaria hatte dem Mieter wegen arglistiger Täuschung Ende 2007 fristlos gekündigt, weil dieser sie über das Warensortiment bis zur Eröffnung im Unklaren gelassen habe.

In einem vergleichbaren Fall hatte das Oberlandesgericht Naumburg am 28. Oktober die Räumung des Thor-Steinar-Ladens in Magdeburg für rechtens erklärt.

(ddp)

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