US-Chiphersteller investiert in Dresden

Dresden (dapd-lsc). Der US-Chiphersteller Globalfoundries will in diesem Jahr 500 Millionen Dollar (380 Millionen Euro) in seinen Dresdner Produktionsstandort investieren.

Damit solle besonders die 28-Nanometer-Technologie ausgebaut werden, sagte eine Sprecherin am Donnerstag in Dresden auf dapd-Anfrage und bestätigte damit einen Bericht der „Dresdner Neuesten Nachrichten“. Mit dieser Technologie können Chips mit 28 Nanometer kleinen Strukturen gefertigt werden.

Insgesamt investiert das Unternehmen nach eigenen Angaben in diesem Jahr drei Milliarden Dollar in den Kapazitätsausbau in Dresden, den USA und Singapur. Am Standort Dresden arbeiten nach Angaben von Globalfoundries derzeit rund 3.400 Mitarbeiter. Bislang wurden dort gut acht Milliarden Dollar investiert.

Am Mittwoch hatte das Unternehmen verkündet, inzwischen 250.000 Wafer der bisherigen 32-Nanometer-Technologie an seinen Kunden AMD ausgeliefert zu haben. Zuletzt habe sich die 32-Nanometer-Ausbeute binnen eines Quartals verdoppelt, wurde AMD-Präsident Rory Read zitiert.

2011 hatte AMD noch die niedrige Ausbeute bei Globalfoundries kritisiert. Danach seien Produktionsgeschwindigkeit und Ausbeute durch organisatorische und fertigungstechnische Veränderungen deutlich gesteigert worden, sagte der Vorstandsvorsitzende von Globalfoundries, Ajit Manocha. In den kommenden Quartalen soll die Zahl der monatlichen Waferstarts in Dresden von 50.000 auf 80.000 gesteigert werden, wie es hieß.

Globalfoundries war 2009 von AMD und der Investmentgesellschaft ATIC aus Abu Dhabi gegründet worden. Anfang März gab AMD bekannt, seine letzten Globalfoundries-Anteile an ATIC abzutreten.

dapd