VA-Tipp: 4. Sinfoniekonzert des Orchesters der Landesbühnen Sachsen

Dresdner Romantik.  So lautet das Motto des 4. Sinfoniekonzertes des Orchesters der Landesbühnen Sachsen, welches am 14. April und am 29. April stattfindet. Weitere Informationen auf www.dresden-fernsehen.de +++

4. Sinfoniekonzert des Orchesters der Landesbühnen Sachsen in der Spielzeit 2011/12  unter dem Motto „Dresdner Romantik“
(in Kooperation mit der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden)

am Sonnabend, 14. April 2012, 19.00 Uhr in Radebeul im Großen Saal der Landesbühnen Sachsen und

 am Sonntag, 29. April 2012, 19.30 Uhr im Konzertsaal der Hochschule für Musik Dresden.(Wettiner Platz/Schützengasse)

Der Absolvent der Hochschule Roland Vetters (seit 1997 im Orchester der LBS) wird als Solist in Carl Maria von Webers Konzert für Klarinette und Orchester Nr. 2 Es-Dur op. 74 zu hören sein (Bio unten).

Am Abend erklingen neben Webers Klarinettenkonzert Nr. 2 die Ouvertüre aus „Undine“ von E.T.A. Hoffmann, die einst in Dresden  und Leipzig komponiert wurde,  Robert Schumanns Ouvertüre aus „Manfred“ und Richard Wagners „Sinfonie in C-Dur WWV 29“.

In Radebeul steht am 14. April 2012GMD Michele Carulli am Pult.

Am 29.4. dirigieren Studenten der Hochschule das Konzert im Konzertsaal der Hochschule.

Programm:

E.T.A. Hoffmann: Ouvertüre aus „Undine“,

 Carl Maria von Weber: Konzert für Klarinette und Orchester Nr. 2 Es-Dur op. 74,

 Robert Schumann: Ouvertüre aus „Manfred“,

Richard Wagner: Sinfonie in C-Dur WWV 29

Klarinette: Roland Vetters/Alumnus der HfM Dresden

Dirigenten:

 GMD Michele Carulli am 14.4. in Radebeul und

 Florian Kießling/Klasse Prof. Steffen Leißner (E.T.A.Hoffmann), Benjamin Pontius/Klasse GMD Georg-Christoph Sandmann (Weber), Mirai Abe/Klasse Prof. Ekkehard Klemm und Prof. Steffen Leißner (Schumann), Karl Bernewitz/Klasse Prof. Ekkehard Klemm und Prof. Steffen Leißner (Wagner) am 29.4. in der Hochschule  

Roland Vetters:

Nach ersten musikalischen und instrumentalen Gehversuchen an den Musikschulen Hoyerswerda und Kamenz studierte Roland Vetters an der Dresdner Musikhochschule im Hauptfach Klarinette bei Herrn Prof. Josef Oehl. In dieser Zeit belegte er Kurse bei namhaften Klarinettisten und gewann Preise beim Deutschen Hochschulwettbewerb in Berlin und beim Carl Maria von Weber-Wettbewerb in München.

Noch während seines Studiums engagierte ihn 1997 das Orchester der Landesbühnen Sachsen als Soloklarinettist. Zahlreiche Gastspiele führten ihn seitdem an diverse sächsische Orchester u. a. die Robert-Schumann-Philharmonie Chemnitz, die Vogtland Philharmonie Greiz/Reichenbach und die Dresdner Philharmonie.

Seit einigen Jahren wird er regelmäßig als Soloklarinettist der Sächsischen Staatskapelle an die Semperoper Dresden verpflichtet.

Als Solist spielte er mit verschiedenen Orchestern die Klarinettenkonzerte von Carl Maria von Weber, Wolfgang Amadeus Mozart und Jean Françaix, sowie „Introduktion, Thema und Variationen“ von Gioachino Rossini und das Doppelkonzert für Viola und Klarinette von Max Bruch.

Seit seinem Studium widmet er sich intensiv der Kammermusik in unterschiedlichsten Besetzungen. Er musizierte mit zahlreichen Partnern und Ensembles wie dem „Dresdner Streichquartett“, dem „Sächsischen Kammernonett“ und der „Sächsischen Bläserakademie“. Jährlich gestaltete er eines der sechs Kammerabende der Landesbühnen auf Schloss Wackerbarth.

Er ist Gründungsmitglied der „Dresdner Sinfoniker“ und der „Sinfonietta Dresden“.

Auszüge aus dem Programmheft des Konzertes zu den Komponisten und Werken:

Carl Maria von Weber (1786 – 1826): Konzert für Klarinette und Orchester Nr. 2 Es-Dur op. 74

Der Romantiker Carl Maria von Weber, bekannt vor allem durch seinen „Freischütz“, der als deutsche Nationaloper gilt, übernimmt ab 1817 in Dresden als Musikdirektor die Leitung der Deutschen Oper, die er zu einer wichtigen Stätten nationaler Musikpflege entwickelt – gegen den übermächtigen Einfluss der Italienischen Oper.

Wichtige Stationen seines Schaffens waren bis dahin u.a Breslau, Stuttgart, Mannheim, Darmstadt, Berlin und Prag. Auch Konzertreisen als Pianist führen Weber durch Deutschland, u.a. zusammen mit dem Klarinettisten Bärmann.

Webers Instrumentalmusik wirkt durch rhythmische Vitalität, harmonischen Reichtum, lyrisches Timbre und konzertante Gestik stilbildend. Besondere Bedeutung erlangt der Solokonzert-Komponist Weber in seinen Werken für Klarinette, die neben Klavier und Violine zu den wichtigsten Soloinstrumenten in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts zählt.

 „Die drei konzertanten Werke Webers für Klarinette und Orchester – das Concertino op. 26 sowie die Konzerte op. 73 und op. 74 – wurden für den Klarinettisten der Münchener Hofkapelle Heinrich Joseph Bärmann geschrieben, den Weber 1811 kennen gelernt hatte. Bärmann, der bedeutendste Klarinettist des frühen 19. Jahrhunderts, wurde für Weber das, was zuvor Stadler für Mozart gewesen war und was Jahrzehnte später Mühlfeld für Brahms werden sollte: Anreger bedeutender Klarinettenmusik. Außer den drei Werken mit Orchester komponierte Weber für Bärmann noch ein Klarinettenquintett und einen Variationenzyklus mit Klavier …

Bärmann besaß eine Klarinette von damals neuester Bauart mit zehn Klappen, deren geschmeidiger Klang und erweiterter Tonumfang Weber begeisterte und französische Brillanz mit warmer Klangfülle verband. Die Klarinette wurde bald Webers Lieblingsinstrument.“ (3)

E.T.A. Hoffmann (1776 – 1822): Ouvertüre zu der Oper „Undine“

Ernst Theodor Amadeus Hoffmann

E.T.A. Hoffmann, wegen seiner dämonischen Erzählungen auch Gespenster-Hoffmann genannt, vielseitig begabt als Schriftsteller, Komponist und Zeichner, studierte Jura und nimmt auch als Referendar am Berliner Kammergericht nebenbei Musikunterricht. 1808 wird er Theaterkapellmeister in Bamberg und ist zudem als Musikkritiker für die „Allgemeine Musikzeitung“ in Leipzig tätig. 1813 – 1814 arbeitete er als Musikdirektor einer Theatertruppe in Dresden und Leipzig und komponiert in dieser Zeit seine Oper „Undine“. Ab 1825 nimmt er aus Verehrung für Mozart den Vornamen Amadeus an. E.T.A. Hoffmann komponierte Opern, Singspiele und Schauspielmusiken, Klaviersonaten, Kammermusik, Lieder, Chorwerke und eine Sinfonia in Es-Dur, wobei vieles davon verschollen ist. Ab 1814 bekleidet er am Berliner Kammergericht wieder eine Stellung als Richter und sein kompositorisches Schaffen tritt hinter seine Tätigkeit als Schriftsteller zurück.

Robert Schumann (1810 – 1856): Ouvertüre zu „Manfred“ von Lord Byron op. 115

Schumann, geboren und aufgewachsen in Zwickau, literarisch wie musikalisch begabt, entschließt sich nach einigen Semestern Jura in Leipzig und Heidelberg zum Musikstudium u.a bei Friedrich Wieck in Leipzig, dessen Tochter, die Pianistin Clara Wieck, er gegen den Widerstand des Vaters 1840 heiratet. 1834 gründet Schumann in Leipzig die ‚Neue Zeitschrift für Musik‘, die er bis 1844 redigiert und die zum führenden Publikationsorgan der Romantiker wird. 1844 übersiedelt Schumann mit seiner Frau nach Dresden. Nachdem Schumann bis zu seinem dreißigsten Lebensjahr ausschließlich Klavierwerke geschrieben hatte, komponierte er ab 1841 Liederzyklen, Sinfonien und Kammermusik. Auch die Manfred-Ouvertüre entsteht – im Oktober 1848 – in seiner Dresdner Zeit. 1850 geht Schumann als Musikdirektor nach Düsseldorf. Er stirbt nach dem Ausbruch einer Gemütskrankheit und einem Selbsmordversuch in einer Heilanstalt bei Bonn.

…..Unter den sieben Ouvertüren Schumanns gebührt der 1848 komponierten „Manfred“-Ouvertüre eine herausragende Position als seinem wohl gehaltvollsten Orchesterwerk. Schon Schumann selbst nannte die Komposition eines seiner „kräftigsten Kinder“, „etwas ganz Neues und Unerhörtes“ und seine Frau Clara Schumann bezeichnete sie als „eins der poetischsten und fast ergreifendsten Stücke Roberts“ (2). Die Ouvertüre ist Bestandteil eines „Dramatischen Gedichts in drei Abteilungen“ (Ouvertüre und 15 Nummern) frei nach dem Lesedrama des englischen Romantikers Lord Byron, in dem Schumann der inneren Zerissenheit und selbstquälerischen Unrast „Manfreds“ musikalisch überzeugenden Ausdruck verleiht: Es steht außer Zweifel, dass es sich bei dem Opus – geschrieben ohne Kompositionsauftrag und innerhalb weniger Tage – um eine Art tönendes Selbstporträt Schumanns handelt.

Richard Wagner (1813-1883): Sinfonie in C-Dur WWV 29

Der gebürtige Leipziger Richard Wagner wächst zunächst in Dresden auf, wo er von 1822-27 die Dresdner Kreuzschule besucht und dann nach dem Wechsel der Familie nach Leipzig das Nicolai-Gymnasium und die Thomasschule. Zusätzlich erhält Wagner Musikunterricht u.a. bei dem Thomaskantor Theodor Weinlig, beginnt zu komponieren und schreibt 1832 mit 19 Jahren in Leipzig seine Sinfonie in C-Dur. Bevor Wagner 1842 für 7 Jahre nach Dresden zurückkehrt, arbeitet und komponiert er in Würzburg, Magdeburg, Königsberg, Riga und flieht – verschuldet – über London nach Paris. Wieder in Dresden wird er nach den erfolgreichen Aufführungen des „Rienzi“ (1842) und des „Fliegenden Holländers“ (1843) zum Sächsischen Hofkapellmeister ernannt. Es folgt die UA des „Tannhäuser (1845). Zudem komponiert Wagner den „Lohengrin“ und konzipiert in Dresden stofflich sein gesamtes weiteres Schaffen.

Karten in Radebeul von 8-22 Euro, erm. 5-19 Euro

In der Musikhochschule: 17 Euro und erm. 14 Euro

Quelle: Landesbühnen Sachsen

++
Immer aktuell informiert – mit dem DRESDEN FERNSEHEN Newsletter!

Dieser Beitrag ist leider noch nicht verfügbar