VA-Tipp: „Judenverfolgung in Dresden – eine unbequeme Wahrheit“

Die AG Erinnerungskultur lädt am Donnerstag, den 6. Februar um 18 Uhr in die Gedenkstätte Bautzner Straße ein, um sich mit diesem Thema zu beschäftigen. Auch ein Posiumsgespräch wird Teil der Veranstaltung sein.+++

„Bei der systematischen Vernichtung jüdischen Lebens in ganz Europa ist Dresden ein Ort von besonderer Bedeutung gewesen. Im Januar 1933 umfasste die Jüdische Gemeinde noch 5.000 Gemeindemitglieder. Nur neun Jahre später waren es nicht einmal mehr als 1.000. Der nationalsozialistische Wahnsinn kannte auch in unserer Stadt keine Grenzen.

Im November 1942 mussten die letzten 300 jüdischen Einwohner in Dresden ihre Wohnungen räumen, um in das eigens für die Juden gebaute Lager Hellerberg am Nordrand der Stadt gebracht zu werden. Ein halbes Jahr später wurden die Lagerinsassen in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau deportiert. Die meisten wurden unmittelbar nach ihrer Ankunft ermordet, nur zehn von ihnen überlebten. Die AG Erinnerungskultur der CDU Dresden möchte sich mit dem Thema „Judenverfolgung in Dresden – eine unbequeme Wahrheit“ zwischen dem Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar und dem Gedenktag an die Zerstörung Dresdens am 13. Februar 1945 beschäftigen und lädt herzlich ein zur Veranstaltung für Donnerstag, den 6. Februar , um 18.00 Uhr in die Gedenkstätte Bautzner Straße.

Nach der Vorführung des Films „ZUSAMMENLEGEN DER LETZTEN JUDEN IN DRESDEN IN DAS LAGER AM HELLERBERG AM 23./24. NOVEMBER 1942“ findet ein Podiumsgespräch mit Heinz-Joachim Aris, Vorsitzender des Landesverbandes Sachsen des Zentralrates der Juden in Deutschland, Dr. Gorch Pieken, wissenschaftlicher Leiter des Militärhistorischen Museums Dresden, und Christian Hartmann, Mitglied des Sächsischen Landtages und Vorsitzender der CDU Dresden, statt. Die Moderation übernimmt Andreas Richter. Diese Veranstaltung ist eine Kooperation des Arbeitskreises „Erinnerungskultur“ des CDU-Kreisverbandes Dresden mit der Gedenkstätte Bautzner Straße Dresden.

Quelle: CDU Dresden