Vattenfall verkauft ENSO-Beteiligung

Stadtrat der Landeshauptstadt Dresden gibt grünes Licht für den Erwerb weiterer Aktien und EnergieVerbund Dresden erhält Option, das Pumpspeicherwerk Niederwartha zu übernehmen. +++

Der Stadtrat der Landeshauptstadt Dresden gab gestern grünes Licht für den Erwerb der bislang von Vattenfall gehaltenen 21,3 Prozent Aktien Anteile an der Energieversorgung Sachsen Ost AG (ENSO) durch die EnergieVerbund Dresden GmbH (EVD). Damit baut die Stadt Dresden über die Technische Werke Dresden GmbH und die EnergieVerbund Dresden GmbH ihren Anteil an dem Ostdeutschen Versorger von 50,7 Prozent auf 72 Prozent aus. Der Kaufpreis beträgt 147 Millionen Euro.

Teil der Vereinbarung ist zusätzlich eine Option für die EVD, von Vattenfall das Pumpspeicherkraftwerk Niederwartha zu erwerben. Eine Entscheidung hierüber wird im Laufe dieses Jahres erwartet. Damit macht Vattenfall einen weiteren Schritt bei der Umsetzung seiner neuen Konzernstrategie: „Mit dem Verkauf der Anteile setzen wir unsere Unternehmensstrategie, im Zuge derer wir uns von Minderheitsanteilen trennen, weiter konsequent um“, betont Tuomo Hatakka, Vorstandsvorsitzender der Vattenfall Europe AG.
Vattenfall hat im September 2010 seine strategische Neuausrichtung bekannt gegeben, die auf die Verbesserung der Wertschöpfung im Unternehmen und die Reduzierung seiner CO²-Bilanz abzielt. Ziel ist es, eines der führenden Unternehmen für umweltgerechte und nachhaltig erzeugte Energie zu werden. Im Rahmen der Neuausrichtung konzentriert sich Vattenfall auf die Kernmärkte Schweden, Deutschland und die Niederlande und trennt sich von Minderheitsanteilen sowie Aktivitäten außerhalb der Kernmärkte. 

Nach dem Verkauf des Anteils an den Städtischen Werken Kassel und dem Verkauf des dänischen Heizkraftwerks Hillerod im Dezember 2010 sowie dem Verkauf des Anteils am Steinkohlekraftwerk Rostock im Januar 2011 ist dies bereits die vierte Transaktion, die Vattenfall innerhalb weniger Monate vollzieht. „Der Verkauf unserer ENSO-Anteile ist ein weiterer Schritt im Rahmen unserer strategischen Neuausrichtung, bei der wir uns auf den Ausbau des Geschäftes in unseren Kernmärkten und die Straffung des Portfolios konzentrieren“, so Tuomo Hatakka. 

Der Kauf der Aktien verschafft der EVD eine deutliche Mehrheit an der ENSO und die Anbindung sowie Steuerung der ENSO im EnergieVerbund wird gestärkt. Hartmut Vorjohann, Bürgermeister für Finanzen und Aufsichtsratsvorsitzender der EVD und der ENSO: „Der Kauf der zusätzlichen ENSO-Aktien rundet den Erwerb der GESO ab und ist ein weiterer sehr wirtschaftlicher Schritt zur Ausformung des  EnergieVerbundes. ENSO und DREWAG können strukturell deutlich näher zusammenrücken und die Kaufoption für ein Pumpspeicherwerk in den Zeiten der Energiewende ist sehr interessant. Nun können wir gemeinsam mit unseren regionalen Partnern den gestärkten EnergieVerbund weiterentwickeln.“ Tuomo Hatakka bestätigt diese Einschätzung: „Unser bisheriges Engagement in Ost-Sachsen war geprägt von der guten Partnerschaft mit den Städten und Kommunen. Es freut mich deshalb, dass die Aktien im Kreis unserer Partner verbleiben.“

Quelle: Landeshauptstadt Dresden

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