Ver.di kündigt weitere Streiks in Sachsen an

Warnstreiks haben am Mittwochmorgen für Verspätungen und Ausfälle im Busverkehr in Dresden und ins Umland gesorgt. Bereits für Donnerstag kündigt die Gewerkschaft die nächsten Streiks in der Oberlausitz, Hoyerswerda und Görlitz an.+++

Die Gewerkschaft ver.di hat zum Arbeitskampf aufgerufen. Den Beschäftigten geht es um eine bessere Bezahlung. Busfahrer, Schlosser und Verwaltungsangestellte des Regionalverkehrs Dresden und des Dresdner Verkehrsservices sind dem Aufruf der Gewerkschaft ver.di zum Warnstreik am Mittwoch gefolgt. Ihre Forderungen haben die Gewerkschafter unter anderem am Betriebshof Gruna gemeinsam mit Arbeitnehmern des DVS dargelegt.

Das Einstiegsgehalt eines Busfahrers liegt bei 1.800 Euro brutto. Im Vergleich dazu verdient sogar eine Altenpflegerin mit 2.200 Euro deutlich mehr. Im schlimmsten Fall müssen Busfahrer von ihrem Gehalt sogar für Unfallschäden aufkommen. Sie sind nicht automatisch durch ihren Arbeitsvertrag abgesichert.

Auch in der Ammonstraße bei den Angestellten des RVD standen am Mittwochmorgen alle Zeichen auf Streik. Dabei geht es ihnen nicht nur um ein höheres Gehalt.

Optimistisch zeigt man sich auf Seiten des RVD, dass es zu einer baldigen Einigung kommt. Die Forderungen habe man aufgenommen und werde sie unter den Arbeitgebern besprechen, so Weidemann.
Unter den Streikenden des DVS klingt das allerdings völlig anders.

Ob sich Fahrgäste weiterhin, wie hier am Bahnhof Dresden-Mitte am Mittwochmorgen, auf Verspätungen und Ausfälle im Busverkehr einstellen müssen, behalten sich die Gewerkschafter offen.

Von dem Tarifstreit betroffen sind insgesamt 2.500 Angestellte in zwölf sächsischen Unternehmen. Bereits für Donnerstag kündigt ver.di die nächsten Streiks in der Oberlausitz, Hoyerswerda und Görlitz an.


Im Video sehen Sie Impressionen des Streiks sowie die Interviews mit Frank Fischer, ver.di Bezirksgeschäftsführer Dresden/Ostsachsen, Sven Vogel, ver.di Fachbereich Verkehr & Volker Weidemann, RVD Leiter Markt & Vertrieb.

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