Veranstaltung der TU Chemnitz zum Welt-Alzheimertag

Chemnitz – Die TU Chemnitz veranstaltet am 23. September einen Aktionstag rund um das Thema Alzheimer.

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Von 8.30 bis 14 Uhr stehen, im Weinholdbau an der Reichenhainer Straße 70, kompetente Ansprechpartner verschiedener ambulanter Leistungsanbieter, Pflegedienste, Berater für technische und andere Hilfsmittel, Fachleute ambulanter und stationärer Versorgungsangebote und nicht zuletzt die Mitarbeiter der Abteilung Senioren-, Behindertenhilfe, Örtliche Betreuungsbehörde des Sozialamtes, für ein persönliches und gegebenenfalls vertrauliches Gespräch zur Verfügung.

Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Angehörigen von Pflegebedürftigen soll der Besuch der Veranstaltung erleichtert werden, indem für die Dauer der Veranstaltung eine kostenlose Betreuung durch einen professionellen Pflegedienst vor Ort angeboten wird. Die Einrichtung ist barrierefrei zugängig. Parkmöglichkeiten befinden sich hinter dem Gebäude. Auf Wunsch wird ein Gebärdendolmetscher die Veranstaltung begleiten. Bedarf dazu ist bis zum 8. September im Sozialamt unter 0371 488-5020 oder senioren.behindertenhilfe@stadt-chemnitz.de anzumelden.

Zur Veranstaltung werden moderne technische Möglichkeiten präsentiert, die das herausfordernde Leben mit Demenz unterstützen und Angehörige entlasten können. Zukunftsweisende Technologien wie mitalternde Systeme im Wohnraum und die OPDEMIVA-Laborwohnung, ein Forschungsprojekt der TU Chemnitz, stehen zur Besichtigung zur Verfügung. Vorträge informieren zu Diagnostik- und Therapiemöglichkeiten sowie zu betreuungsrechtlichen Handlungsoptionen von Angehörigen von Menschen mit Demenz.

Für pflegende Angehörige besonders spannend wird eine Lesung in Form eines Erfahrungsberichtes von Margot Unbescheid sein. Seit ihr Vater vor 18 Jahre an einer Alzheimer Demenz erkrankte, unterstützte sie ihre Mutter bei der Bewältigung des Alltags. Damals auf der Suche nach einem Buch mit einer Art Handlungsanleitung im Umgang mit demenzkranken Angehörigen schrieb sie irgendwann selbst „Das Erste-Hilfe-Buch“. Darin erzählt sie – genau wie in ihren Vorträgen – sehr offen, lebendig und humorvoll aus dem teils absurden, teils traurigen, aber auch überraschend wundervollen Leben mit ihrem demenzbetroffenen Vater.

Alzheimer und Altersdemenz im Alltag zu bewältigen, stellt Erkrankte und Angehörige jeden Tag vor große Herausforderungen. Die Diagnose Demenz bringt für betroffene Familien große Veränderung mit sich. Das DemenzNetz_C(hemnitz) möchte mit der diesjährigen Veranstaltung anlässlich des Weltalzheimertages zum Thema „Herausforderung Demenz im Alltag“ wieder einen Beitrag leisten, um Betroffene, Angehörige, Pflegekräfte, Auszubildende, ehrenamtlich tätige Personen, Nachbarschaftshelfer, Alltagsbegleiter und alle Interessenten durch Vorträge zu informieren, an den Ständen zu Entlastungsangeboten zu beraten sowie neue Technologien und Hilfsmittel zu zeigen.