Veranstaltungstipp fürs Wochenende: Kulturfestival in Containern „Weltoffenes Dresden!“

Am Wochenende gibt es auf der Brühlsche Terrassen, am Schlossplatz und am Postplatz in Dresden unter dem gemeinsamen Slogan WELTOFFENES DRESDEN ein vielfältiges Programm mit 21 Veranstaltungen! +++

Hier einige Veranstaltungstipps aus der großen Auswahl des angebotenen Wochenendprogrammes:

# WOD Freitag, der 20.2.

Für diejenigen, die das Wochenende früh beginnen oder in Dresden Ferien machen – der Container am Schlossplatz wird zum Klangkörper unter freiem Himmel, die Türen stehen weit offen:
Am Schlossplatz finden um 14 Uhr und 15 Uhr im Container #6  (Semperoper und Landesbühnen) zwei Konzerte der Sopranistin Nadja Mchantaf, begleitet von dem Komponisten und Pianisten Johannes Wulff-Woesten statt. Sie geben Robert Schumann DIE WIDMUNG und O MIO BABBINO CARO von Puccini und Auszüge aus der Operette MESSESCHLAGER GISELA.

Im Container #5 (Societaetstheater und Technische Sammlungen Dresden) gleich gegenüber ebenfalls am Schlossplatz klappern unter dem Titel Urban Stories ab 15 – 18 Uhr die Schreibmaschinen: Die Performancekünstler/innen der Gruppe s30 erfassen Ihre Erfahrungen und Geschichten zum Thema Fremdsein und Fremdfühlen.

Um 18 Uhr am Container #3 (Max-Planck-Institut für Molekulare Zellbiologie und Genetik / Initiative für Asyl und gegen Rassismus) am Postplatz laden internationale Wissenschaftler und ihre Familien unter dem Titel Move to Dance zum Swing und Salsa tanzen auf dem Postplatz ein. Getanzt werden Choreografien von Ishaa Chopra und John Shuinjo, danach werden Salsa-, Swing- und Tango-Rhythmen zum Mittanzen aufgelegt.

# WOD Samstag, den 21.2.

Beginnen Sie den Samstag mit einem Ausstellungsbesuch am Container #1 (Kunsthaus Dresden / Schlösserland) und betrachten Sie die Installation „Entwurzelt“ des in Damaskus geborenen und in Dresden lebenden Künstlers Manaf Halbouni, ein Auto, umgebaut zur Notunterkunft und Bibliothek  – dort außerdem „Das Fest des Huhns“, ein außergewöhnlicher Film über Bräuche in Europa – auf der Brühlschen Terrasse von 12 bis 17 Uhr!

Am Postplatz beginnt um 13 – 14:30 Uhr am Container #3 (Max-Planck-Institut für Molekulare Zellbiologie und Genetik / Initiative für Asyl und gegen Rassismus) das reichhaltige Programm mit dem BANANENMATSCHEN. Selbst DNA aus Bananen herausholen? Und das Ganze auch noch mit internationalen Wissenschaftlern auf Englisch? Ist einfacher, als ihr vielleicht denkt. Probiert es aus! Dabei kann man gleich lernen, wie ähnlich wir uns sind: wir alle sind sogar 60% Banane – genetisch gesehen.
15 – 17 Uhr: MIET AN AUSLÄNDER.  Ihr könnt euch Zeit mit einem Top-Wissenschaftler ergattern, um mit ihm ins Gespräch zu kommen. Lernt mehr über seine Kultur, seinen Lebenslauf, seine Träume und seinen Arbeitsalltag. 18:30 Uhr Film SOUND OF TORTURE von Keren Shayo Bereits über hundert eritreische Flüchtlinge wurden in den letzten Jahren auf ihrem Weg nach Israel von Beduinen-Banden entführt, um von deren Familien Lösegeld zu erpressen. Eine schwedisch-eritreische Radiomoderatorin versucht zu helfen

Um 20 Uhr findet eine Lesung mit namhaften Dresdener Autorinnen und Autoren statt: Marcel Beyer, Kerstin Becker, Jayne-Ann Igel, Asmus Trautsch, Patrick Wilden

Wer zwischendurch zur Auflockerung zum Schlossplatz möchte: Dort gibt es ab 12 Uhr wieder die Schreibmaschinenperformance Urban Stories und ab 16 Uhr Live-Musik, das Trio Flamenco y Jazz!

# WOD Sonntag, den 22.2.

Der vorletzte Tag des Festivals – Zeit, um über die Lichtinstallation des Dresdner Künstlerkollektivs Kazoosh! an den Containern nachzudenken, die abends und nachts mit ihren Tischdecken weithin über die Stadt leuchten.
Das traditionelle Tischtuch ist ein kulturübergreifendes Symbol für Gastlichkeit, es erinnert an sächsische Gemütlichkeit. Dort wo keine Gäste mehr empfangen werden, werden Tischtücher zu Objekten musealer Kulturgeschichte.

Ab 12 Uhr wird es auf der Brühlschen Terrasse kontrovers:
Im Container # 1 zeigt das Kunsthaus Dresden AUSLÄNDER RAUS! SCHLINGENSIEFS CONTAINER (Österreich, 2001) von Paul Poet
Christoph Schlingensief verwirklichte für eine Woche mitten im touristischen Zentrum von Wien eine Angstvision: Ein Abschiebecontainer für Asylanten, interaktiv beeinflussbar, beschallt mit rassistischen Ansprachen der FPÖ und beklebt mit  fremdenfeindlichen Wahlplakaten. Tausende Passanten erregten sich vor Ort und wurden so zu Mitspielern in Schlingensiefs Inszenierung. Ein Scheinstück, das „das neue Europa“ aufwiegelte und das „schwarze EU-Schaf“ Österreich im Besonderen.

Um 14 Uhr und 15 Uhr ist im Container #6  (Semperoper und Landesbühnen) wieder Oper umsonst und draußen und fast unter freiem Himmel zu erleben: Zwei Konzerte der Sopranistin Nadja Mchantaf, begleitet von dem Komponisten und Pianisten Johannes Wulff-Woesten. Sie geben Robert Schumann DIE WIDMUNG und O MIO BABBINO CARO von Puccini und Auszüge aus der Operette MESSESCHLAGER GISELA.

Um 15:30 Uhr beginnt mit dem Vortrag von Professor Joachim Wosnitza DIE JAGD NACH DEM FELDREKORD – EUROPAS HÖCHSTE MAGNETFELDER (Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf) am Container #3 (Max-Planck-Institut für Molekulare Zellbiologie und Genetik / Initiative für Asyl und gegen Rassismus)  wieder eine vielfältige Jam-Session zwischen Wissenschaft und Kultur: Um 17 Uhr der Film WHITE CHARITY von Carolin Philipp und Timo Kiesel zu den allgegenwärtigen Spendenplakaten in Städten. Sie rufen zur Solidarität mit armen und notleidenden Menschen auf – doch welches Bild vermitteln sie eigentlich? (Initiative für Asyl und gegen Rassismus) Um 19 Uhr der Film LAND IN SICHT von Antje Kruska und Judith Keil. Drei Asylbewerber sind im brandenburgischen Bad Belzig gelandet. Die Begegnung von Kulturkreisen entbehrt trotz mancher Zusammenstöße nicht des Humors. (Amnesty Hochschulgruppe)

Ein Highlight zum Abschluss des Abends für diejenigen, die nicht bis zum letzten Film durchhalten:

Ab 19 Uhr  präsentieren Paul HOORN und Freunde am Container #5 (Societaetstheater und Technische Sammlungen Dresden) live musikalische Ausschnitte aus ihrem Liederprogramm zum Thema WEIT VON HIER, HIER VOR MEINER TÜR, das am Societaetstheater Premiere feierte. Zu hören und sehen sind Paul Hoorn, bekannt vor allem als Sänger und konzeptioneller Leiter der 23 Jahre lang deutschlandweit auftretenden Gruppe Das Blaue Einhorn gemeinsam mit Karolina Petrova und Matthias Manz!

Details und weitere Programmpunkte unter www.kunsthausdresden/weltoffenes-dresden – bitte nach unten scrollen oder unter facebook.com/weltoffenesDresden

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