Veranstaltungstipp: Zoot Woman im Dresdner Beatpol

Heute Abend treten die Engländer in Dresden mit ihrem neuen Album „Things Are What They Used To Be“ auf. +++

Nach sechs Jahren Albumpause haben die Engländer von Zoot Woman im Herbst letzten Jahres das lang erwartete neue Werk „Things are what they used to be“ hingelegt.  Doch diese Zeit war für Johnny Blake (Gesang, Gitarre), sein Bruder Adam Blake (Keyboards) und Stuart Price (Bass) keine Schaffenspause, die Jungs fanden sich  sich immer wieder in diversen Studios in den Heimatorten Reading und London zusammen, trieben Ideen zur Vollendung, holten Aufgeschobenes nach.

Über rund drei Jahre erstreckte sich die Arbeit an „Things Are What They Used To Be“. Neben Stuart und den Blakes sind auf einigen Tracks die zwei Backgroundsängerinnen Jasmin O’Meara und Bea Hatherley zu hören, die schon länger zur Tourbesetzung der Gruppe gehören.

Und so haben Zoot Woman ein Album gemacht, wie man es auch im bunten, erbebenden Jahr 2009 sonst nicht findet und hört. Musik, die den eigenartigen Ort zwischen Trance und Fleischlichkeit bespielt, auf quecksilbrige Art griffig, ebenso „Band“ wie „Act“. Songs wie „Live In My Head“, „Memory“ oder „Lonely“ sind chemische Reaktionen aus Synth-Pop und Euro-Dance, Gitarrenflackern und Rave- Sonnenaufgang, Pixeln und Fußtritten, Schmerzparty und Freudenschrei. Was beim Hören von „Things Are What They Used To Be“ wieder besonders auffällt: Zoot Woman retten sich niemals ins Uneindeutige, rein Schraffierte. Jeder Beat ist ein Statement, auf das man sie festlegen darf. Und dass Johnny Blakes Singstimme immer noch diesen dandyesken Schmelz hat, der bei jedem Einatmen zittert, gehört nun mal zu den Serviceangeboten der großen Verführung.

Der Titelsong „Things Are What They Used To Be“ filtert dann alle verfügbaren Sounds aus der Tiefe der Nacht, zirkuliert wie ein gewaltiges, alles verschlingendes Loop, das bei jeder Umdrehung noch mehr Fahrt aufnimmt. Zoot Woman sind eben nicht nur die jüngste, coolste Vergangenheit, sondern auch die Zukunft: eine Band, die weiß, dass man die Welt heute nicht mehr allein mit klugen Worten oder hypnotisierenden Beats, einem Strudel aus Sound oder hartem Gitarrenanschlag, künstlerischer Integrität oder durchdachtem Design bewegen kann. Wer heute etwas tun und sagen will, braucht das alles zusammen. Und heute Abend sind sie in Dresden:

Zoot Woman
21:00 Uhr im Beatpol, Dresden-Cotta (Einlass: 20:00 Uhr)
Support:  Baby Monster (USA)
Opener: Popular Damage (D)

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