Verbesserung des Winterdienstes auf Dresdner Radwegen

Die SPD-Fraktion hat einen Antrag zur Verbesserung des Winterdienstes auf Radwegen eingebracht. Dazu Axel Bergmann, verkehrspolitischer Sprecher der Fraktion. +++

Lesen Sie hier eine Mitteilung der SPD-Fraktion im Dresdner Stadtrat

„Der Radverkehrsanteil hat sich in den vergangenen Jahren mehr als verdoppelt. Inzwischen wird fast jeder fünfte Weg mit dem Rad zurückgelegt  – nicht nur in der Freizeit, sondern eben auch auf dem Weg zur Arbeit oder zum Einkauf ist das Rad schon längst wichtiger Teil der Alltagsmobilität. Auch im Winter wird das Rad immer häufiger genutzt. Nach wie vor konzentriert sich der Winterdienst in Dresden aber fast ausschließlich auf die Beräumung von Straßen. Etwa die Hälfte des Straßennetzes wird winterdienstlich betreut (700 km), im Radwegenetz sind es nur ganz wenige Abschnitte, zum Beispiel entlang der Dohnaer Straße. Selbst Hauptradrouten sind außen vor und nicht selten werden durch die Schneeräumung auf den Straßen Radwege sogar zusätzlich behindert.

Vor diesem Hintergrund fordert die SPD-Fraktion, dass die Verwaltung ein Konzept zur schrittweisen Verbesserung des Winterdienstes für Radwege erarbeitet und dem Bauausschuss bis zum Juni vorlegt. Zudem wollen wir sicherstellen, dass zumindest erste wichtige Hauptradrouten im nächsten Winter mit betreut werden, insbesondere auf der wichtigen Nord-Süd-Verbindung zwischen der Äußeren Neustadt und der TU, entlang der Ost-West-Verbindung (Grunaer Straße-Wilsdruffer Straße) und auf dem 26er Ring.

Mir ist bewusst, dass die Hauptarbeit heute und in Zukunft bei der Räumung der Hauptverkehrsstraßen liegen wird und ich habe großen Respekt vor den Leistungen des Winterdienstes. Deshalb hat die SPD-Fraktion sich 2011 beispielsweise auch erfolgreich für die überfällige Anschaffung neuer Räumfahrzeuge stark gemacht und wir werden uns für weitere Verbesserungen einsetzen. Ferner ist klar, dass die finanziellen Mittel begrenzt sind. Eine komplette Räumung der Radwege ist deshalb ebenso wenig leistbar wie im Straßenverkehr. Es ist aber an der Zeit, der gestiegenen Bedeutung des Radverkehrs auch im Winterdienst Rechnung zu tragen. Hamburg, München und viele andere Städte zeigen, dass es geht. Zudem lassen sich durch organisatorische Maßnahmen und eine Sensibilisierung für die Belange des Radverkehrs auch ohne größeren Mehraufwand kurzfristig Verbesserungen erzielen. All dies kann im Konzept berücksichtigt werden. Entscheidend ist, dass damit begonnen wird.“

Quelle: SPD-Fraktion im Dresdner Stadtrat

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