Verbraucher in Sachsen können sich auf amtliche Kontrollen verlassen

Die Verbraucherschutzministerin garantiert gesundheitlichen Verbraucherschutz in Sachsen. Um die aktuellen Herausforderungen annehmen zu können, brauche Sachsen eine flexible und schlagkräftige amtliche Überwachung. +++

Verbraucherschutzministerin Christine Clauß stellt LUA-Jahresbericht 2009 vor:

„Die Landesuntersuchungsanstalt für das Gesundheits- und Veterinärwesen Sachsen leistet einen wichtigen Beitrag zur Gewährleistung des gesundheitlichen Verbraucherschutzes“, betonte Sachsens Verbraucherschutzministerin Christine Clauß heute im Rahmen der Pressekonferenz zur Vorstellung des Jahresberichtes 2009 der Landesuntersuchungsanstalt für das Gesundheits- und Veterinärwesen Sachsen (LUA).

Um die aktuellen Herausforderungen annehmen zu können, brauche Sachsen eine flexible und schlagkräftige amtliche Überwachung. Entsprechend hoch sei auch der politische Stellenwert, den der gesundheitliche Verbraucherschutz einnehme. Eine wichtige Säule stelle dabei die Untersuchungstätigkeit der LUA dar. Die kompetente und zeitnahe Absicherung der erforderlichen Diagnostik und die schnelle Einarbeitung notwendiger neuer diagnostischer Methoden wurden auch im vergangenen Jahr in der LUA erfolgreich unter Beweis gestellt. Besonders in der Pandemiesituation habe sich die LUA als wichtigster Partner des Verbraucherschutzministeriums bewährt, lobte die Ministerin.

Sie kündigte an, in den kommenden Jahren besonderes Augenmerk auf die Überwachung der hygienischen Situation in den Krankenhäusern und anderen medizinischen Einrichtungen legen zu wollen und wies auf die Auftaktveranstaltung zur Netzwerkgründung „Multiresistente Erreger“ in der kommenden Woche am 25. August 2010 hin.

Schwerpunkte der Tätigkeit im Jahre 2009 waren Untersuchungen von Lebensmitteln, Spielwaren, die Diagnostik von Krankheitserregern bei übertragbaren Krankheiten sowie Untersuchungen zur Bekämpfung von Tierseuchen bzw. zur Bestätigung der Tierseuchenfreiheit.

Bei rund 25.000 untersuchten Proben von Lebensmitteln, kosmetischen Mitteln und Bedarfsgegenständen mussten rund 12,2 Prozent beanstandet werden. Als gesundheitsschädlich waren nur 0,33 Prozent aller untersuchten Lebensmittel einzustufen, in erster Linie wegen Verunreinigungen mit krankheitserregenden Mikroorganismen (z.B. Salmonellen). Häufig zu beanstanden waren einzelne Produktgruppen, wie z.B. die Nahrungsergänzungsmittel. Hauptmangel waren die nicht rechtskonforme Kennzeichnung und Aufmachung. Die Ministerin riet zur Vorsicht bei Produkten, die auf ausländischen Internetseiten angeboten werden. Wer solche Präparate bezieht, solle sich vergewissern, dass die Produkte auch wirklich von einem seriösen Anbieter stammen.

Wie in den Vorjahren sei eine hohe Beanstandungsquote auch bei Bedarfsgegenständen (Verpackungsmaterialien, Bekleidung, Spielwaren) festzustellen gewesen. Im Bereich Veterinärmedizin wurden im Berichtszeitraum 1,2 Millionen Untersuchungen durchgeführt. Auch diese Untersuchungen stellten einen wichtigen Beitrag zum gesundheitlichen Verbraucherschutz dar, betonte die Ministerin. So dienten vielen Bekämpfungs- und Überwachungsmaßnahmen im Bereich der Nutztierhaltung auch dazu, den Eintrag von Zoonoseerregern in die Lebensmittelkette zu verhindern. Andere Tierseuchen hätten wegen ihrer großen wirtschaftlichen Auswirkungen erhebliche Bedeutung. Daher sei es wichtig, dass die Tierhalter bei Tierverlusten in ihren Beständen verendete Tiere zur Sektion in der LUA brächten und verwies noch einmal auf das von ihrem Haus und der Tierseuchenkasse gemeinsam aufgelegte Programm zur diagnostischen Abklärung von Tierverlusten bei Pferden, Rindern, Schweinen und Schafen.

Quelle: Sächsisches Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz

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