Verbraucherschützer fordern Höchtsgrenze von Gebühren an Geldautomaten

Leipzig (dapd-lsc). Die Verbraucherzentrale Sachsen (VZS) hält die Preisauskunft an Geldautomaten für unzureichend.

So habe eine Stichprobe ergeben, dass beispielsweise die Reisebank an ihren Automaten auf dem Leipziger Hauptbahnhof überhaupt nicht auf die Gebühren fürs Geldabheben hinweist, wie VZS-Finanzexpertin Andrea Heyer am Donnerstag in Leipzig sagte.

Viele andere Banken und Sparkassen weisen den Angaben zufolge erst dann auf die Gebühren hin, wenn der Kunde seine EC-Karte bereits eingeschoben und die PIN eingegeben habe. „Da wird vermutlich darauf gebaut, dass der Wunsch, schnell an Bargeld zu kommen, größer ist, als der Ärger über das Entgelt“, sagte Heyer. Nach Ansicht der VZS wäre eine gesetzliche Höchstgrenze für die Automatengebühren von zwei Euro besser als die bisherige freiwillige Selbstverpflichtung der Kreditinstitute mit ihren unterschiedliche hohen Gebühren. Seit 15. Januar müssen Banken und Sparkassen die Gebühren an den Automaten anzeigen.

dapd