Verbraucherzentrale warnt vor dubiosen Reparaturangeboten

Viele Verbraucher kennen die kleinen bunten Kärtchen, die oft im Briefkasten landen. Dabei werben Firmen mit der Angabe eines Haushaltsreparaturservices. Erscheint das Ganze dubios, sollte man bei der zuständigen Handwerkskammer nachhaken. +++

Die Waschmaschine wäscht nicht mehr, das Cerankochfeld ist kaputt, der Fernseher hat seinen Geist aufgegeben oder die Radioanlage gibt keinen Mucks mehr von sich – wer kennt sie nicht, diese Horrorszenarien?

Oftmals soll der Schaden ganz schnell behoben werden. Dabei helfen die Gelben Seiten der Telefonbücher aber auch der Kundeservice der Händler. Viele Verbraucher kennen auch diese kleinen bunten Kärtchen, die oft in ihren Briefkästen landen. Dabei werben Firmen mit fantasievollen Namen oder bloß mit der Angabe eines Haushaltsreparaturservices. Einen richtigen Firmennamen findet man darauf nicht, aber eine Telefonnummer. Geworben wird durch die diversen Anbieter beispielsweise weiterhin mit kostenloser Anfahrt bei Auftragserteilung, bis zu drei oder gar vier Jahren Garantie und einem Kundenservice auch an Feiertagen.

Bis zum Eintreffen der Firma in der Wohnung oder bis der Verbraucher eine Rechnung in den Händen hält, weiß er oft nicht, wer sich hinter einem solchen Kärtchen verbirgt. Deshalb empfiehlt Marion Schmidt von der Verbraucherzentrale Sachsen, schon am Telefon nach dem Namen und den Bedingungen für eine Reparatur zu fragen. Erscheint das Ganze dubios, sollte man bei der zuständigen Handwerkskammer nachhaken.

Kommt der Monteur dann ins Haus, ist es nicht selten, dass keine Reparatur erfolgt, sondern angeblich ein neues Gerät her muss. In diesen Situationen sind Verbraucher oft überfordert und sagen schnell ja, obwohl sie weder einen Preisvergleich noch Informationen über verschiedene Geräte eingeholt haben.

Deshalb rät Schmidt, sich bei derartigen Entscheidungen Zeit zu lassen. Oftmals ärgert man sich hinterher, wenn im Laden oder im Internet ein finanziell günstigeres Gerät angeboten wird. Auf jeden Fall sollte ein Kostenvoranschlag für die Reparatur verlangt werden, bevor ein neues Gerät gekauft wird. Keinesfalls sollte man innerhalb kurzer Zeit und ohne Vergleiche ein neues Haushaltsgerät kaufen.

„Wer z.B. eine Waschmaschine doch gekauft hat, sollte darauf achten, dass sie vom Reparaturbetrieb gleich angeschlossen wird und sich auch die gesetzlich zustehende Gewährleistung von zwei Jahren im Vertrag wiederfindet. „Auch nach einer Herstellergarantie sollte gefragt werden“, meint Schmidt.  

Die Verbraucherzentrale Sachsen rät Verbrauchern, sich nicht von diversen bunten Kärtchen im Briefkasten beeindrucken zu lassen.

Quelle: Verbraucherzentrale Sachsen