6 Prozent mehr Lohn?!

Dresden - Die Vereinigte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di hat am Freitag erneut zum Streik aufgerufen. Bedienstete aus der Dresdner Stadtverwaltung, dem Klinikum und der Stadtentwässerung demonstrierten vor dem Rathaus für mehr Lohn und Anerkennung.

6 Prozent mehr Lohn - mindestens aber 200 Euro und eine Erhöhung der Ausbildungsvergütung um mindestens 100 Euro. Das fordert die Vereinigte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di für Beschäftigte im Öffentlichen Dienst. Bei den Verhandlungsführern stießen diese Forderungen bisher auf wenig Anklang. Am Freitag verschafften sich rund 2.000 Gewerkschafter in Dresden gehör. "Wir sind es Wert" - so lautete das Motto mit dem sich die Gewerkschaft gezielt an die Stadtverwaltung richtete. Dresdens Personalbürgermeister Peter Lames (SPD) ist sich den Problemen bewusst. Fast 400 Millionen Euro werden jährlich für Gehälter ausgegeben. Für ver.di war dies die vorerst letzte Arbeitsniederlegung. Denn ab Sonntag stehen die entscheidenden Tarifverhandlungen in Potsdam an. Dann wird sich zeigen, ob Arbeitnehmer und -geber zu einer Einigung kommen.

© Sachsen Fernsehen