Vereinssport in Sachsen wieder erlaubt

Dresden - Es ist ein kleiner Schritt zurück zur Normalität in Sachsen: Seit Montag, dem 4. Mai, gelten im Freistaat einige weitere Lockerungen bei den Bekämpfungsmaßnahmen der Coronavirus-Ausbreitung. Eine der meist ersehnten ist die Wiederaufnahme des Vereinssports:

Mehr als eine halbe Million Mitglieder in den über 4000 Vereinen dürfen nach etlichen Wochen wieder den Trainingsbetrieb aufnehmen, auch Gesundheitssport- und Reha-Einrichtungen können ihren Patienten damit wieder die dringend benötigte Bewegung verschaffen. Allerdings sind hierbei strenge Hygieneauflagen des Sozialministeriums zu befolgen: Nur im Freien darf der Sport wieder ausgeübt werden, einzuhalten sind weiterhin anderthalb Meter Mindestabstand, bei Laufsportarten sogar bis zu 10 Meter. Duschen und umkleiden müssen sich die Sportler gleich ganz zu Hause. Für die Vereine sind das gute Nachrichten, wenngleich bei der Umsetzung Kreativität ist gefragt: Denn Training, so wie es vor Corona war, wird auf absehbare Zeit nicht möglich sein. Die Vereine sind aktuell in Wartestellung. Das letzte Wort bei den politischen Vorgaben haben die einzelnen Kommunen, doch die hatten sich am Montagnachmittag noch nicht geäußert.

Anke Wagner ist Dresdner Stadträtin und hatte als eine der ersten für eine geregelte Rückkehr des Vereinssports plädiert - auch, um Folgen fehlenden Schulsports abzufedern. In einem Grundsatzpapier hatte die CDU-Politikerin außerdem bereits konkrete Umsetzungsmöglichkeiten vorgeschlagen und angeregt, sächsische Vereine bei der Rückkehr in den Sportbetrieb mehr zu unterstützen. Insbesondere klassische Indoorsportarten, die nun alle Trainingsaktivitäten nach draußen verlagern müssen, stehen nun quasi vor einer "Trainingsrevolution". Dennoch nehmen die meisten Vereine die neue Herausforderung stilecht, nämlich ganz sportlich. Sachsens Vereinssport kämpft sich langsam zurück. Wenn auch mit einem großen "Aber" und einigen Fragezeichen verbunden so ist es dennoch ein kleiner, sportlicher Schritt zurück zu mehr Normalität in Sachsen.