Verfahren wegen umfangreicher Betrugshandlungen abgeschlossen

Die Polizei hat Ermittlungen wegen zahlreicher Betrugsfälle gegen einen 42 Jahre alten deutschen Staatsangehörigen abgeschlossen. Er soll mindestens 400 Personen dazu veranlasst zu haben, Investmentvereinbarungen abzuschließen. +++

Die Staatsanwaltschaft Görlitz und das Landeskriminalamt Sachsen haben mit Unterstützung durch die Polizeidirektion Niederschlesien-Oberlausitz die Ermittlungen wegen zahlreicher Betrugsfälle gegen einen 42 Jahre alten deutschen Staatsangehörigen abgeschlossen. Es wurde Anklage zum Landgericht Görlitz – Kammer für Wirtschaftsstrafsachen – erhoben.

Dem angeklagten Bankkaufmann wird vorgeworfen, in der Zeit vom 5. März 2005 bis zum 24. Januar 2008 mindestens 400 Personen dazu veranlasst zu haben, Investmentvereinbarungen in Höhe von mindestens € 8.100.000,00 abzuschließen. Hierbei soll er als Alleingesellschafter und Geschäftsführer einer in Großbritannien ansässigen Gesellschaft namens Integro Capital Partners Ltd. gehandelt und den Geschädigten Renditen in Höhe von 0,467 bis 2,4 Prozent pro Monat versprochen haben. Er habe gewusst, dass er nicht im Besitz der erforderlichen behördlichen Erlaubnis zu diesem Handeln war und in der Absicht gehandelt, die eingenommenen Erträge nicht im Sinne der Geschädigten zu verwenden, sondern zumindest zum Teil seinen eigenen Lebensunterhalt damit zu bestreiten beziehungsweise andere Verbindlichkeiten zu bedienen.

Der Angeschuldigte soll im Übrigen auch keine ordnungsgemäße Buchführung betrieben haben. Ihm werden daher 400 Fälle des Betruges im besonders schweren Fall zur Last gelegt. Zur Aufklärung war eine umfangreiche Zusammenarbeit mit deutschen und internationalen Polizei- und Justizbehörden erforderlich. Auf der Grundlage zahlreicher Ersuchen der Staatsanwaltschaft Görlitz in verschiedenste andere Staaten (darunter Großbritannien, die Niederlande und die Schweiz) konnten bisher Beträge in Höhe von etwa € 750.000,00 im Rahmen der Rückgewinnungshilfe für die Geschädigten vorläufig gesichert werden. Die Sicherung von weiteren Vermögenswerten dauert an.
 
Dem Angeschuldigten droht eine Gesamtfreiheitsstrafe von bis zu 15 Jahren.

Quelle: Staatsanwaltschaft Görlitz, Landeskriminalamt Sachsen

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