Verfassungsgerichtshof hebt Beschluss auf: Ex-KWL-Chef Heininger bald frei?

Wie die LVZ berichtet, hat das sächsische Verfassungsgericht in Leipzig einen Beschluss des Oberlandesgerichtes aufgehoben, die eine Haftverschonung für den Ex-KWL-Chef Heininger ablehnt. Damit könnte er bald aus der Haft entlassen werden. +++

Ist Klaus Heininger also bald ein freier Mann? Laut seinem Strafverteidiger schon, der das Urteil des OLG für „verfassungswidrig“ hält. Der Ex-KWL-Chef sitzt bereits seit zweieinhalb Jahren in Untersuchungshaft. Seine „eigentliche“ Freiheitsstrafe von knapp fünf Jahren hat Heininger damit faktisch noch nicht angetreten. Grund sind hierfür die zahlreich eingelegten Revisionen und das jüngst aufgehobene Urteil des Landesgerichtes in Leipzig durch den Bundesgerichtshofes.

Aus gesundheitlichen Gründen hatte Heininger im März diesen Jahres bereits Haftverschonung beantragt – aus gesundheitlichen Gründen. Das OLG lehnte ab. Der Ex-KWL-Chef zog vor das sächsische Verfassungsgericht, welches den Beschluss nun aufhob. Damit könnte Klaus Heininger bereits in ein paar Tagen aus der Haft entlassen werden. Zumindest glaubt dies sein Strafverteidiger.

„Vom Haken“ ist der wegen Untreue und Korruption angeklagte 52-jährige damit aber nicht. Denn bereits in der kommenden Woche soll am Landgericht in Dresden der große Prozess um die verzockten 300 Millionen Euro beginnen. Genau 41 Verhandlungstermine sind dafür angesetzt. Ob Heininger diese aufgrund seines Gesundheitszustandes wahrnehmen kann, ist allerdings fraglich.