Vergessene Werke wieder neu belebt

Werke, die zu Unrecht in Vergessenheit geraten sind werden in Chemnitz gern wieder entdeckt.

So auch Franz Schrekers letzte Oper „Der Schmied von Gent“, die Samstagabend wieder auf dem Spielplan des Opernhauses steht. Erzählt wird die Geschichte von Smee, dem Schmied von Gent. Nach der Denunziation durch einen Konkurrenten gerät sein Leben aus den Fugen und Smee beschließt, Selbstmord zu begehen. Der Teufel aber bietet ihm sieben Jahre Wohlstand für seine Seele, der Handel scheint perfekt…

Die Uraufführung der Zauberoper 1932 in Berlin endet in einem provozierten Theaterskandal. Mehrere Jahrzehnte soll es dauern, bis die Musikwelt Schrekers Werk wieder entdeckt – die Vorstellung am Samstagabend beginnt 19.30 Uhr.

Zur gleichen Zeit hebt sich im Schauspielhaus der Vorhang für Ödön von Horváths Drama „Glaube Liebe Hoffnung“. In Deutschland, Anfang der 30er Jahre, ist die Weltwirtschaftskrise all gegenwärtig und das Leben der Menschen bestimmt vom Kampf um die Existenz. Horváth skizziert eine Welt, in der die drei Grundfesten des Abendlandes zunehmend an Bedeutung verlieren. Und er tut dies mittels einer Sprache, die den Blick auf all das freigibt, was zwischen den Figuren unausgesprochen bleibt.

Im Anschluss an die Vorstellung wird dann der Dialog in der Reihe Nachtschicht gesucht. Dazu sind alle Besucher eingeladen, 21.00 Uhr im Foyer des Schauspielhauses.

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