Verkaufsoffene Sonntage nur in Alt- und Neustadt

Dresden- Verkaufsoffene Sonntage im Dezember in Dresden wird es in diesem Jahr nur in der Dresdner Alt- und Neustadt geben. Das hat das Oberverwaltungsgericht in Bautzen entschieden.

Das Oberverwaltungsgericht Bautzen hat entschieden, dass die für Dresden vorgesehenen verkaufsoffenen Sonntage im Dezember nur in den Stadtbezirken Altstadt und Neustadt stattfinden dürfen. Der Stadtrat hatte im Oktober letzten Jahres beschlossen, dass anlässlich der Weihnachtsmärkte auch der stationäre Handel am zweiten und vierten Advent stadtweit seine Türen öffnen darf.

Die Gewerkschaft Verdi war gegen den Stadtratsbeschluss vor Gericht gezogen. Aufgrund des Urteils müssen Geschäfte in den anderen Stadtteilen an den besonders besucherreichen Sonntagen geschlossen bleiben.

Der wirtschaftspolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Robert Malorny, beurteilt den Vorgang kritisch:

„Verdis Klage ist fernab der Realität und umso frustrierender das Urteil des Oberverwaltungsgerichtes gegen die stadtweiten verkaufsoffenen Sonntage in der Adventszeit. Dresden ist Weihnachtshauptstadt und zieht Millionen Besucher in die Stadt, gerade an den Sonntagen und nicht nur in die Alt- und Neustadt. Während in der Innenstadt nun am 5. und 19. Dezember dichtes Gedränge herrschen wird, haben die restlichen Händler, die auch zur Entspannung des Besucherdrucks beigetragen hätten, das Nachsehen. Anstatt an der Seite des von der Corona-Krise schwer getroffenen Dresdner Einzelhandels zu stehen, treibt Verdi die Kunden in die Hände multinationaler Versandkonzerne, die mit ihren Online-Angeboten auch sonntags Umsatz machen können.“

Dazu erklärt Dana Frohwieser, Fraktionsvorsitzende:

„Die Sonntagsöffnungen werden auf dem Rücken der Arbeitnehmer:innen ausgetragen. Der Advent ist vor allem aus familiären Gründen besonders schützenswert, das gilt für die SPD Fraktion Dresden ohne Wenn und Aber. Wir halten klar fest an dem Kompromiss, den wir vor Jahren zu diesem Thema erarbeitet haben: EIN verkaufsoffener Sonntag im Jahr zur Adventszeit. Wenn nun die (berechtigte) Kritik von den Ladengeschäften aus den anderen Stadtteilen kommt, wieso die Geschäfte und Ketten in Altstadt und Neustadt hier im Advent öffnen dürfen, müssen sich das diejenigen fragen lassen, die den Kompromiss immer bekämpft haben.“