Verkehr auf Harkortstraße eingeschränkt

Leipzig- Auf der Harkortstraße dürfen in der Zukunft keine Kraftfahrzeuge über 3,5 Tonnen mehr fahren. Das entschied das Verwaltungsgericht am Mittwoch.

Die Leipziger Harkortstraße – eine Einflugschneise für den Verkehr Richtung Innenstadt. Die stark befahrene vierspurige Straße stellt eine Herausforderung für Anwohner und Umwelt dar. Das Verwaltungsgericht entschied am Mittwoch, dass in Zukunft keine Kraftfahrzeuge über 3,5 Tonnen mehr über die Harkortstraße fahren dürfen.

Ein Immobilienbüro hatte gegen die Stadt geklagt, da die Schadstoffbelastung dauerhaft zu hoch war. Bei der Verhandlung vor dem Verwaltungsgericht sicherten Vertreter der Stadt zu, ein entsprechendes Durchfahrtsverbot durchzusetzen.

Die Fahrzeuge werden dann vorraussichtlich über die Carl-Tauchnitz-Straße ausweichen müssen.

Es sei sehr ärgerlich, dass eine Maßnahme ohne Gesamtkonzept kurzfristig eingerichtet wird, so Daniel von der Heide der verkehrspolitische Sprecher B90/Grüne. Ob ein Gesamtkonzept jedoch signifikant besser wäre wisse er nicht.  Es sei jedoch laut Daniel von der Heide  nicht schön wenn man sich ansieht was auf der Karl-Tauchnitz-Straße und rund um den Kreisel an Stau vorhanden sei. Es sei verständlich das es für die Anwohner nicht schön sei. Letzendlich verlagere man das Problem aber nur.

Langfristig sollen mit der Einführung des lange erwarteten Luftreinhalteplans Maßnahmen getroffen werden, die die Stickstoffbelastung in der Innenstadt reduzieren.

Fahrzeuge über  3,5 Tonnen sollen dann von der B2 kommend verstärkt über die Richard-Lehmann-Straße Richtung Osten umgeleitet werden. Dazu steht eine Reduzierung der Spuren auf der Wundtstraße im Raum.

Als wir die Leipziger nach ihrer Meinung zur LKW-Belastung befragt haben, antworten sie zum einen , dass die Verkehrsbelastung sehr hoch sei und es gut wäre wenn etwas getand wird.Zum anderen drückten sie ihre Sorge über die Belastung der Straße aus.

Um die Abgasbelastung in den Innenstädten dauerhaft zu senken, fordern die Grünen allerdings mehr Möglichkeiten für die Kommunen in ihren Verkehrs- und Umweltkonzepten.

Laut Daniel von der Heide könne ein Luftreinhalteplan nur das als Maßnahmen vorsehen was rechtlich möglich ist. Das sei jedoch nicht genug. Man könne  es jedoch weder dem Luftreinhalteplan, noch der Verwaltung vorwerfen sonder dem Bund, der den Kommunen mehr Möglichkeiten einräumen Müsse, zum Beispiel die Blaue Plakette.

Bis spätestens 10. Juni soll das Durchfahrtsverbot auf der Harkortstraße durchgesetzt werden. Bewohner an der Karl-Tauchnitz-Straße und müssen sich also in der nächsten Zeit auf ein höheres Verkehrsaufkommen vor ihrer Haustür einstellen.