Verkehrsministerium verspricht Verbesserungen auf der A4

Dresden - Baustellen, Unfälle, Staus – die A4 erweist sich für Autofahrer seit Wochen als Belastungsprobe. Derzeit befinden sich zwischen Dresden und Wilsdruff zwei Abschnitte der Autobahn im Bau. Das Verkehrsministerium hat nun endlich reagiert.

„Die Situation auf der Autobahn 4 bei Wilsdruff ist für alle Verkehrsteilnehmer derzeit eine Belastung“, so Verkehrsminister Martin Dulig (SPD). „Allerdings gibt es zu den derzeitigen Baumaßnahmen keine Alternative. Gerade die Baustelle an der Saubachtal-Brücke ist aus verkehrstechnischer Sicht wortwörtlich alternativlos. Denn wenn wir die Brücke nicht jetzt auf Vordermann bringen, müssen wir die Autobahn an dieser Stelle spätestens im kommenden Jahr komplett sperren.“

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Um die Situation auf der A4 dennoch zu entschärfen, hat Verkehrsminister Dulig den amtierenden Präsidenten des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr (LASuV) und den zuständigen Abteilungsleiter Verkehr des SMWA einbestellt und Lösungen eingefordert, die schnell zu einer Verbesserung beitragen können – die Baumaßnahmen aber nicht verzögern. Am Nachmittag sollen die untere Verkehrsbehörde des Landkreises Meißen und Vertreter der Kommune über die geplanten Maßnahmen informiert werden.
Derzeit befinden sich zwischen Dresden und Wilsdruff zwei Abschnitte der A4 im Bau. Zum einen wird am Brabschützer Berg die Fahrbahndecke komplett erneuert (geplante Fertigstellung am 22. Oktober 2018). Zum anderen wird die Saubachtal-Brücke saniert (geplante Fertigstellung am 30. Juni 2018). Die Brückenreparatur-Arbeiten in Fahrtrichtung Dresden sind ab heute beendet. Nun wird der Teil in Richtung Eisenach erneuert.

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Ab 5. Mai wird es daher im gesamten Baustellenbereich eine neue Verkehrsführung geben. Künftig gibt es generell weiter je Richtung drei Fahrspuren. Neu: Zwei Spuren statt bislang einer dürfen nun von Lkw befahren werden. „Damit wollen wir an Abfahrten und Auffahrten – gerade zur A17 und zum Rasthof Dresdner Tor - die Situation entspannen. Denn Laster, die auf der Autobahn bleiben wollen, können dann auf der zweiten Spur rollen, müssen nicht auf der äußersten rechten Spur bleiben – die Stausituation auf der A4 an den Auf- und Abfahrten sollte sich somit deutlich entschärfen.“ Außerdem werden Kraftfahrer durch zusätzliche große Hinweisschilder frühzeitig darauf hingewiesen, in welche Spur sie sich einordnen können.
Minister Dulig: „Ich weiß, dass die Situation derzeit schwierig ist. Ich rufe trotzdem alle Verkehrsteilnehmer auf, weiter rücksichtsvoll und mit Verständnis zu reagieren. Außerdem gehe ich davon aus, dass das Innenministerium die Polizei anweist, verstärkt in den Baustellen die Geschwindigkeiten zu kontrollieren, um die Unfallzahlen auf Grund überhöhter Geschwindigkeiten zu reduzieren.“