Verkehrssicherheit in Dresden: Mehr Anstrengungen erforderlich

Verkehrspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion, Axel Bergmann, äußert sich zu der Dresdner Verkehrsunfallstatistik. Ziel sei es die Zahl der bei Verkehrsunfällen verletzten Perosnen zu halbieren. +++

Zu den  Berichten über die Dresdner Verkehrsunfallstatistik 2012 der Polizei erklärt Axel Bergmann, verkehrspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion:

„Der leichte Rückgang der Unfallzahlen kann und darf nicht beruhigen, denn die Verletztenzahl bleibt auf einem viel zu hohem, und im bundesweiten Städtevergleich überdurchschnittlichen Niveau. In den vergangenen zehn Jahren schwankt die Zahl der bei Verkehrsunfällen verunglückten Personen zwischen 2500 und 2800, ein wirklich positiver Trend ist nicht zu erkennen (vgl. Anhang). Bei den Radfahrern sind 2012 zwar weniger Unfälle zu verzeichnen, die Zahl der Verletzten steigt aber weiter und hat mit 1042 erstmals die Tausendergrenze überschritten.

Vom Ziel, die Zahl der bei Verkehrsunfällen verletzten Personen zu halbieren, bleibt Dresden weit entfernt. Dabei wissen wir aus dem städtischen Verkehrssicherheitskonzept, dass dieses Ziel durchaus erreichbar ist. Die SPD-Fraktion fordert deshalb, die Vorschläge des Sicherheitskonzeptes schneller umzusetzen. In den Haushaltsberatungen haben wir durchgesetzt, dass die 2013/14 zusätzlich für den Verkehr bereit gestellten knapp 6 Millionen Euro auch für Projekte der Verkehrssicherheit zur Verfügung stehen. Ich bin gespannt auf die Vorschläge der Verwaltung, wofür das Geld eingesetzt werden soll. Geld ist jedoch nicht alles und ohnehin nie genug. Auch bei den Verkehrsplanungen und der Verkehrssteuerung muss Sicherheit oberste Priorität haben. Nachdenklich stimmt, dass einige der gefährlichsten Kreuzungen, zum Beispiel der Pirnaische Platz, auch nach dem Umbau offenbar nicht sicherer geworden sind.

Aber nicht nur die Stadt ist gefordert, es bedarf einer gemeinsamen Kraftanstrengung vieler Akteure. Die Polizei darf bei den Kontrollen nicht nachlassen. Völlig falsch wäre auch, an der präventiven Verkehrssicherheitsarbeit in Kindergärten und Schulen sparen zu wollen. Nicht zuletzt sind die Verkehrsteilnehmer selbst gefordert. Gegenseitige Schuldzuweisungen führen nicht weiter, was wir brauchen, ist mehr Verständnis und gegenseitige Rücksichtnahme. Schließlich wollen alle sicher ans Ziel kommen.“

Quelle: SPD-Ratsfraktion