Verkehrssicherheitskampagne „Blitz für Kids“

Ab sofort bis 29. Oktober messen Polizeibeamte sachsenweit vor Grundschulen verstärkt die Geschwindigkeit. +++

Innenminister Markus Ulbig: „Kinder haben keine Knautschzone“! Ihre Sicherheit lässt sich in erster Linie durch das Verantwortungsbewusstsein der übrigen Verkehrsteilnehmer erhöhen. Ich appellierte an alle Autofahrer: „Runter vom Gas, es geht um die Sicherheit unserer Kinder.“

In der ersten Aktionswoche heißt es wieder: „Kinder stoppen Temposünder!“.

Autofahrer, die von der Polizei beim zu schnellen Fahren ertappt worden sind, werden dann von Schulkindern der vierten Klassen auf ihr Fehlverhalten hingewiesen. Die Kinder fordern die „Verkehrssünder“ auf, künftig die zulässige Höchstgeschwindigkeit nicht zu überschreiten und überreichen zur Ermahnung Handzettel als „gelbe Karte“.
Fahrzeugführer, die vorschriftsmäßig gefahren sind, erhalten von den Schulkindern grüne Karten mit der Aufschrift „Danke“.

In der darauf folgenden Woche wird an denselben Stellen nochmals ohne Beteiligung der Schulkinder kontrolliert.

Im vergangenen Jahr wurden im Rahmen dieser Aktion insgesamt 37.690 Fahrzeuge gemessen und 2.164 Überschreitungen festgestellt. Das heißt, dass etwa jeder 17. Kraftfahrer in den gefährdeten Bereichen zu schnell fuhr und damit die Sicherheit der Kinder im Straßenverkehr erheblich gefährdete. Die höchste Überschreitung betrug 44 km/h.

Die Anstrengungen im Freistaat Sachsen, Kinder vor den Gefahren im Straßenverkehr zu schützen, haben sich ausgezahlt. Seit 1995 ist die Zahl der im Straßenverkehr getöteten Kinder von 29 auf drei im Jahr 2009 zurückgegangen. In diesem Zusammenhang ist hervorzuheben, dass zwei der drei Kinder als Mitfahrer in PKW getötet wurden.

Innenminister Markus Ulbig: „Ich möchte alle Eltern darauf hinweisen, dass sie nicht nur eine rechtliche sondern auch eine moralische Pflicht gegenüber ihren Kindern haben, sie im PKW mit den entsprechenden Rückhalteeinrichtungen zu sichern.“

Ingesamt registrierte die Polizei im vergangenen Jahr die niedrigste Zahl der verunglückten Kinder seit 1995 (von 3.038 auf 1.194).

Quelle: Medienservice Sachsen

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