Verkehrssicherheitskampagne NICHT SO WILD gestartet!

Die Kampagne mit dem Hirsch-Plakat ruft zum sicheren und vorausschauenden Fahren auf. Hintergrund: Im Jahr 2009 verunglückten auf den Straßen des Freistaates Sachsen 192 Menschen; 117 davon auf Landstraßen. +++

Das Hirsch-Plakat mit dem Titel „NICHT SO WILD!“ ist das erste Motiv einer Verkehrssicherheitskampagne des sächsischen Verkehrsministeriums, die auf besondere Gefahren auf Landstraßen hinweist und zu einer umsichtigen Fahrweise anhalten soll.

Verkehrsminister Sven Morlok (FDP): „Die Landstraßen sind trotz kontinuierlicher straßenbaulicher Verbesserung und rückläufiger Unfallzahlen nach wie vor die gefährlichsten Verkehrswege. Deshalb setzen wir auch auf präventive Maßnahmen, um die Verkehrssicherheit auf den Straßen außerhalb von Ortschaften Stück für Stück zu verbessern.“

Zum Auftakt der Kampagne „NICHT SO WILD!“ macht das Plakat an Landstraßen auf die besondere Problematik der Wildunfälle aufmerksam. Vorsicht vor Wildwechseln ist zwar das ganze Jahr über und nicht nur in Waldgebieten geboten. Da Hirsche, Rehe und Wildschweine aber gerade vor dem Winter auf Nahrungssuche sind, erhöht sich die Gefahr.
„Mit dem Plakatmotiv, das aus der Perspektive des Autofahrers einen Hirsch in der Dämmerung abbildet, wollen die Verkehrsteilnehmer an den möglichen Wildwechsel erinnern“, so Morlok weiter. „Eine verantwortungsvolle Fahrweise verringert in jedem Fall das Risiko, selbst schwer zu verunglücken oder andere zu verletzen.“
Die Kampagne „NICHT SO WILD!“ wird das Sächsische Verkehrsministerium im nächsten Frühjahr mit weiteren Plakatmotiven fortsetzen, die sich anderen Unfallgefahren auf Landstraßen widmen.

Hintergrund 
Weitere 1.464 Personen wurden auf Landstraßen schwer verletzt (gesamt: 4.186). Hauptunfallursache ist nach wie vor die nichtangepasste Geschwindigkeit.

In den vergangenen vier Jahren wurden jährlich durchschnittlich etwa 10.500 Straßenverkehrsunfälle mit der Ursache „Wild“ polizeilich erfasst. Der Anteil der Wildunfälle an allen Verkehrsunfällen beträgt damit rund 9 Prozent. Der Anteil der Unfälle mit Personenschaden ist mit 74 im Jahr 2009 vergleichsweise gering und gegenüber den Vorjahren leicht rückläufig. Im Jahr 2009 war kein Verkehrstoter bei Wildunfällen zu beklagen; im Vorjahr waren es zwei.

Quelle: Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr
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