Verkehrsversuch Schloßteichstraße steht vor Abschluss

Der Verkehrsversuch, der seit 18.11.2010 im Stadtteil Schloßchemnitz durchgeführt wird, geht in die letzte Phase.

Im Laufe der zweiten Maiwoche wird die Hechlerstraße in Richtung Schlossteichstrasse ab Salzstraße wieder für den Kraftfahrzeugsverkehr frei gegeben. Die Fahrzeugführer müssen dabei die Vorfahrt beachten und an einem Stoppschild anhalten. Der stadtwärtige Verkehr wird weiter über die Bergstraße / Schlossteichstrasse geführt.

Ziel des Verkehrsversuchs ist es, insbesondere die Unfallhäufungsstelle Schloßteichstraße/ Hechlerstraße zu entschärfen. In Auswertung der örtlichen Unfalluntersuchung hatte die Verkehrsunfallkommission beschlossen, die Schloßteichstraße als Vorfahrtsstraße einzurichten. Zur Umsetzung dieser verkehrsrechtlichen Maßnahme waren Eingriffe in den fließenden Verkehr erforderlich. Die Verkehrsströme mussten neu geordnet werden.

Ein weiteres Ziel des Versuchs ist die Entlastung der Wohngebiete von gebietsfremdem Verkehr. Dafür wurde auf Grundlage des „Verkehrsentwicklungsplanes 2015“, der die Schloßteichstraße als Kernnetzstraße einstuft, der stadtwärtige Verkehr der Winklerstraße/Hechlerstraße über die Bergstraße zur Schloßteichstraße geführt. In diesem Zusammenhang erfolgte die Ausweisung der Bergstraße von Mittelstraße bis Schloßteichstraße als Einbahnstraße. Mit der Anpassung der Ampelanlage Bergstraße/Schloßteichstraße ist es seither möglich, von der Bergstraße nach links in die Schloßteichstraße abzubiegen. Für die Winklerstraße (nach der Bergstraße) und die Hechlerstraße (nach der Salzstraße) wurde ein einseitiges Verbot der Einfahrt in stadtwärtige Richtung angeordnet. Damit konnte die verkehrsrechtliche Grundlage für die Änderung der Vorfahrt im Knoten Schloßteichstraße/ Hechlerstraße geschaffen werden.

Zum Ende des Verkehrsversuches Ende Mai legt das Tiefbauamt dann kurz- und längerfristige verkehrsregelnde bzw. bauliche Maßnahmen fest, wodurch es neben der Erhöhung der Verkehrssicherheit auch zu einer dauerhaften Verkehrsberuhigung im Wohngebiet Schloßchemnitz kommen soll.

Der Verkehrsversuch wurde von Stadtverwaltung, Polizei aber auch vom Lehrstuhl Straßenverkehrstechnik der TU Dresden durch Verkehrszählungen, Verkehrsbeobachtungen, Unfallanalysen und die Erfassung möglicher Konfliktsituationen intensiv begleitet.

Hier die Karte des Versuchs

Quelle: Stadt Chemnitz