Eine Verletzung des Urheberrechts kann teuer werden

Das Urheberrecht ist im Urheberrechtsgesetz (UrhG) festgeschrieben und verfolgt das Ziel die Urheber von Kunst, Literatur und Wissenschaft zu schützen. Dabei sollen sowohl die Werke selbst als auch die finanzielle Vergütung des Urhebers geschützt werden. Der Schöpfer behält das Urheberrecht bis 70 Jahre nach seinem Tod. Er kann es stattdessen aber auch in seinem Testament erwähnen und vererben.

Wer ist ein Urheber bzw. wodurch zeichnet er sich aus?

Als Urheber wird derjenige bezeichnet, der das Werk erschaffen hat. Beispiele hierfür sind Autoren, Fotografen aber auch Programmierer. Dem Urheber allein obliegt die Entscheidung, wie wo und wann sein Werk verwendet bzw. dargestellt wird. Dazu gehört beispielsweise das Recht zur Vervielfältigung, zur Verbreitung und zur Ausstellung. Dabei kann er auch entscheiden, ob eine Urheberbezeichnung (wie etwa sein eigener Name) am Werk erkennbar sein soll.

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Was ist eine Urheberrechtsverletzung?

Als Urheberrechtsverletzung wird die Missachtung des Urheberrechts bezeichnet. Gemeint sind damit meistens die Verletzungen der Verwertungsrechte oder das Veröffentlichen eines fremden Werkes unter seinem eigenen Namen (Plagiat). Bekannte Beispiele sind das unerlaubte Kopieren (auch Raubkopie genannt), die unberechtigte Bearbeitung und unerlaubtes Senden in Funk und Fernsehen.

Kann man das Urheberrecht übertragen?

Nein, das Urheberrecht kann nicht übertragen werden. Die einzige Ausnahme bildet die Vererbung. Es können stattdessen allerdings Nutzungsrechte erworben werden. Hierfür wird in der Regel ein schriftlicher Vertrag aufgesetzt, der die Arten der Nutzung, die Vergütung für den Urheber und eventuelle zeitliche, örtliche oder inhaltliche Beschränkungen festhält.

Wie kann man einer Urheberrechtsverletzung vorbeugen?

Obwohl Sie sehr vorsichtig vorgehen, kann eine Urheberrechtsverletzung schnell passieren. Oft auch unwissentlich. Eine gute Möglichkeit sich gegen eventuelle Ansprüche zu schützen, bietet die Haftpflichtversicherung. Gerade als Freiberufler ist so eine Versicherung durchaus sinnvoll, da sie im Schadensfall mit Ihrem gesamten Vermögen haften. Wenn Ihr Unternehmen nicht Haftungsbeschränkt ist, haften Sie sogar mit Ihrem privaten Vermögen. Eine Haftpflichtversicherung für Freiberufler kann also Ihre Existenz schützen. Die Haftpflichtversicherung erfüllt hierfür folgende Aufgaben: Zuerst wird geprüft, ob die Ansprüche und auch die Höhe der Ansprüche überhaupt gerechtfertigt sind. Ist dies der Fall, werden Ansprüche erfüllt, indem eine Entschädigung von der Versicherung bezahlt wird. Sind die Ansprüche nicht gerechtfertigt, werden sie von der Versicherung zurückgewiesen und falls es notwendig ist, wird auch ein Gerichtsprozess geführt.

Welche Konsequenzen kann eine Urheberrechtsverletzung haben?

Im Falle einer Urheberrechtsverletzung können nicht unerhebliche Kosten entstehen. Dazu gehören der Schadensersatz, die Kosten für Anwälte und die Gebühren für Gutachter und Abmahnungen. Eine pauschale Summe lässt sich hier nicht nennen, da jeder Fall individuell betrachtet werden muss. Der Urheber hat außerdem mehrere Ansprüche, die er geltend machen kann. So hat er beispielsweise Anspruch auf Unterlassung, Beseitigung, Schadensersatz und Rückruf. Aber auch strafrechtliche Konsequenzen können folgen, wenn der Urheber einen Antrag dafür stellt. Diese Konsequenzen variieren je nach Art der Verletzung. Eine Geldstrafe oder eine Freiheitsstrafe von bis zu 5 Jahren können verhängt werden.