Verspätungen der Straßenbahnen in Dresden vor allem durch “Falschparker“

Laut DVB behindern Autos vor allem folgende Straßenbahnen: Linie 13 in der Dresdner Neustadt, Linie 3 in Coschütz und Linie 4 auf der Leipziger Straße. Auch im Gebiet rund um die Maxstraße wird oft falsch geparkt. +++

In den letzten beiden Tagen verursachten auf bzw. dicht neben den Schienen abgestellte oder geparkte Autos und Lkws insgesamt 51 Störungen im Betriebsablauf, davon allein 28 am Dienstag (Stand 21.12. 2010 18 Uhr).

Nicht alle Fahrzeugführer, die so für zahlreiche Verspätungen der Dresdner Straßenbahnen sorgten, waren ortsunkundig.   Bei winterlichen Verkehrsbedingungen rollt der  Verkehr langsamer. Tendenziell wird dann lieber in der Fahrbahnmitte gefahren. Auch weil der Räumdienst große Schneehaufen am Fahrbahnrand hinterlassen hat. Der langsame Individualverkehr bremst  Straßenbahnen aus, die trotz Schnee und Eis eigentlich schneller wären. Natürlich können Auto- oder Lkw-Fahrer bei solchen winterlichen Bedingungen nicht anders, als ihr Fahrzeug auf oder unmittelbar neben die Gleise zu steuern. Schuldzuweisungen sind hier überflüssig, solche Situationen sind unvermeidbar.  

Das trifft allerdings nicht auf unaufmerksame Fahrzeugführer zu, die ihren Wagen auf oder so dicht neben den Gleisen abstellen, dass die Straßenbahnen nicht daran vorbeikommen. Während man Auswärtigen auf der Suche nach einem der wenigen benutzbaren Parkplätze solches Verhalten noch nachsehen könnte, befinden sich unter den „Falschparkern“ jedoch überwiegend ortskundige Dresdner, die genau wissen wo Straßenbahnen passieren müssen.

Am häufigsten stehen Autos der Linie 13 in der Dresdner Neustadt im Weg, der „3“ in Coschütz und der „4“ auf der Leipziger Straße. Auch im Gebiet rund um die Maxstraße wird oft falsch geparkt. Insgesamt gab es auf der Linie 13 23 Blockaden, auf der „3“ 12 und auf der „4“, „11“ und „12“ jeweils 5.

Der Verweis auf die Schneehaufen am Fahrbandrand entschuldigt nicht den Verstoß gegen die Straßenverkehrsordnung. Fahrzeuge, die den Bahnverkehr behindern werden umgesetzt oder abgeschleppt. Und das könnte teuer werden.

Quelle: DVB AG

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