Verstärkte deutsch-polnische Polizeiarbeit wird in Sachsen fortgeführt

Die Fahndungsgruppe ‚Neiße‘ gibt es seit dem 1.7.2010 im Bereich Oberlausitz-Niederschlesien und Zgorzelec. Die Gruppe ist ein wirksames Mittel bei der Bekämpfung und Zurückdrängung der grenzüberschreitenden Kriminalität. +++

Die „Gemeinsame Fahndungsgruppe Neiße“ (GFG Neiße) der sächsischen und der polnischen Polizei zur Bekämpfung der grenzüberschreitenden Kriminalität wird ihre Arbeit fortsetzen.

Eine entsprechende Vereinbarung unterzeichneten Sachsens Landespolizeipräsident Bernd Merbitz, der Kommandant der Polizei in der Woiwodschaft Niederschlesien, General Zbigniew Maciejewski, der Leiter der Polizeidirektion Oberlausitz-Niederschlesien, Polizeipräsident Baumann, und der Leiter der Kreiskommandantur Zgorzelec, Kommandant Marek Kazimierczak.

Die GFG Neiße hatte am 1. Juli 2010 im Zuständigkeitsbereich der Polizeidirektion Oberlausitz-Niederschlesien und der Kreiskommandantur Zgorzelec für zunächst sechs Monate ihre Tätigkeit aufgenommen. Seitdem hat sich gezeigt, dass die GFG Neiße ein wirksames Mittel bei der Bekämpfung und Zurückdrängung der grenzüberschreitenden Kriminalität ist.

Schwerpunkte der gemeinsamen Fahndungsarbeit sind:

* Personen- und Fahrzeugkontrollen zur Feststellung von Straftätern und/oder mitgeführtem Diebesgut,
* Beobachtung von Verkehrswegen, welche zur Begehung grenzüberschreitender Straftaten bevorzugt genutzt werden,
* Beobachtung von Treff-/Aufenthalts- sowie Rückzugsorten von erkannten Straftätern,
* Beobachtung und Kontrolle von vermuteten oder bekannten Orten, an denen Diebesgut gelagert, verändert oder versteckt bzw. mit Diebesgut gehandelt wird,
* Beobachtung von Straftätern und ihre beweissichere Festnahme während bzw. nach der Begehung von Straftaten.

Aktuell besteht die Fahndungsgruppe aus zehn Beamten in paritätischer Besetzung durch Polizisten aus Sachsen und der Republik Polen. Seit Dezember 2010 stehen den Fahndern fünf neue Fahrzeuge zur Verfügung, neutral lackiert und leistungsstark motorisiert.

Innenminister Markus Ulbig: „Die GFG Neiße hat bisher hervorragende Arbeit geleistet. Ich bin deshalb sehr froh, dass wir auch zukünftig die Möglichkeit haben, gemeinsam mit unseren polnischen Kollegen eine derart schlagkräftige Einheit zur Bekämpfung der grenzüberschreitenden Kriminalität einzusetzen. Auch mit dieser Vereinbarung wird deutlich, dass die Zusammenarbeit mit der polnischen Polizei sehr gut ist. Und mit den neuen Autos sind die Fahnder jetzt noch besser gerüstet.“

Quelle: Sächsisches Staatsministerium des Innern

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