Versteinerter Wald von Chemnitz ist rund 300 Millionen Jahre alt

Dresden (dapd-lsc). Der sogenannte Versteinerte Wald in Chemnitz ist nach neuesten Erkenntnissen knapp 300 Millionen Jahre alt.

Das Alter der Baumstämme liege bei 291 Millionen Jahren mit einem Spielraum von plus oder minus drei Jahren, teilten die Senckenberg Naturhistorischen Sammlungen Dresden am Montag mit. Der Nachweis sei bei Untersuchungen von Vulkangestein gelungen. Bisher war das Alter des Waldes durch Fossilienfunde auf rund 290 Millionen Jahre geschätzt worden. Wissenschaftler haben den als UNESCO-Welterbeprojekt anvisierten Wald nun erstmals exakt datiert.

Der durch einen Vulkanausbruch konservierte urzeitliche Wald gilt hinsichtlich Alter, Umfang, Artenvielfalt und Erhaltungszustand als einmalig in der Welt. Die ersten Funde sind etwa 300 Jahre alt. Die Wissenschaft befasst sich seit etwa 1820 mit den verkieselten Hölzern. Die Chemnitzer Funde trugen wesentlich zur Herausbildung der Paläobotanik bei. Auf Grundlage eines Stadtratsbeschlusses von 2006 wird die Anerkennung als UNESCO-Welterbe angestrebt.

Geologen der Senckenberg Naturhistorischen Sammlungen und des Naturkundemuseums Chemnitz untersuchten den Angaben zufolge das Alter der Bäume anhand von nur 200 bis 250 Mikrometer großen Kristallen des Minerals Zirkon, das in Vulkanasche vorkommt. Ein Mikrometer sei 200 Mal kleiner als ein Punkt in einer Tageszeitung. Es gebe noch weitere Geheimnisse um den Versteinerten Wald zu lüften, kündigten die Wissenschaftler an.

(http://www.naturkunde-chemnitz.de )

dapd