Verteidiger von Killer-Kommissar fordert Freispruch

Im Fall Gimmlitztal hat heute die Verteidigung von Detlev G. auf Freispruch plädiert. Die Nebenanklage dagegen fordert eine lebenslange Haftstrafe. Das Urteil soll am 1. April verkündet werden.+++

Die letzten Worte in einem Prozess gehören dem Angeklagten. Detlev G. nutzte sie, um sich an die Angehörigen im Gerichtssaal am Landgericht in Dresden zu wenden.

„Ich möchte mich in aller Form bei allen Angehörigen entschuldigen, sowohl bei seinen als auch bei meinen. Ich habe allen sehr viel Leid angetan und ich schäme mich dafür. Ich bin verantwortlich für das alles. Es war der größte Fehler meines Lebens. Aber ich war und werde nie ein Mörder sein.“

Der Angeklagte verabschiedet sich kurz danach bei seiner Tochter. Das Urteil im Fall Gimmlitztal steht kurz bevor.

Detlev G. soll den 59-jährigen Wojciech S. Auf dessen Wunsch hin erhängt, die Leiche zersägt und im Garten seiner Pension im sächsischen Gimmlitztal vergraben haben.

Nach Angaben des forensischen Psychiater Andreas Marneros ist der Angeklagte voll schuldfähig und leide nicht an einer psychischen Krankheit.

Aus diesem Grund hat die Staatsanwaltschaft 10 Jahre und 6 Monate wegen Mordes und Störung der Totenruhe gefordert. Nun haben die Nebenkläger, die Frau und die Tochter des Toten, gesprochen. Sie schließen sich dem Oberstaatsanwalt Andreas Feron an, jedoch reicht Ihnen die Strafe nicht aus. Sie fordern Lebenslang.

Interview mit Tanja Brettschneider, Anwältin der Frau des Opfers

Umso überraschender die Reaktion der Verteidigung. Detlev G gibt zu die Leiche zerstückelt zu haben, bestreitet aber den Mord an Wojciech S.. Er soll sich selbst erhängt haben. Die Verteidigung ist von seiner Unschuld überzeugt, denn der Tathergang ist noch nicht konkret bekannt, und fordert deswegen Freispruch für den Kriminalbeamten.

Interview mit Endrik Wilhelm, Verteidiger

Würde die Richterin Detlev G. Zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilen, dann könnte er bei guter Führung nach etwa 15 Jahren wieder frei kommen.

Dieser Beitrag ist leider noch nicht verfügbar