Vertrag für neues Elektronetz Mittelsachsen unterzeichnet

Mehr als fünf Millionen Fahrgäste sind pro Jahr im Elektronetz Mittelsachsen unterwegs – ein Großteil davon auf der so genannten „Sachsen-Franken-Magistrale“ zwischen Dresden und Hof.

Bisher betreute die Deutsche Bahn-Tochter „DB Regio“ diese Strecke.

Ab Juni des kommenden Jahren wird das anders, denn diese und andere Verbindungen sind neu ausgeschrieben worden.

Am Donnerstag ist der neue Verkehrsvertrag zwischen den beteiligten sächsischen Verkehrsverbünden und der „Transdev-Gruppe“ unterzeichnet worden.

Die „Mitteldeutsche Regiobahn“, die zu dem privaten Verkehrunternehmen „Transdev“ gehört, wird den Verkehr auf der Sachsen-Franken-Magistrale sowie auf der Strecke „Chemnitz – Riesa – Elsterwerda“ bis zum Jahr 2030 durchführen.

Mit dem neuen Betreiber sollen die bisher stündlichen Taktzeiten erhöht werden.

So sind für die Hauptverkehrszeiten morgens und abends halbstündliche Fahrten geplant.

Interview: Dr. Christoph Scheurer, Vorsitzender Zweckverband Verkehrsverbund Mittelsachsen

Für den Start des neuen Elektronetzes für den sächsischen Schienenpersonennahverkehr sind durch den Verkehrsverbund Mittelsachsen neue Züge angeschafft worden.

Für insgesamt 29 Fahrzeuge wurden rund 145 Millionen Euro investiert.

Sieben dieser hochmodernen Züge sind bereits fertig gestellt und sollen für die Fahrgäste deutlich mehr Komfort mit sich bringen.

Interview: Matthias Löser, Geschäftsführer „Mitteldeutsche Regiobahn“

Mit der „Mitteldeutschen Regiobahn“, die ab Dezember dieses Jahres auch die Strecke „Leipzig – Chemnitz“ betreiben wird, soll sich auch der Service in den Zügen verbessern.

Bisher sind laut dem Verkehrsverbund Mittelsachsen nur in 20 Prozent der Züge Kundenbetreuer unterwegs.

Interview: Matthias Löser, Geschäftsführer „Mitteldeutsche Regiobahn“

Mit dem neuen Elektronetz sind die sächsischen Verkehrsverbünde auch für eine geplante Elektrifizierung der Strecke Hof – Nürnberg gerüstet.

Wann allerdings die Züge der Sachsen-Franken-Magistrale durchgängig elektrisch bis Nürnberg fahren können, ist noch unklar, denn dies hängt vom Freistaat Bayern und dem Bundesverkehrswegeplan ab.

Bei der günstigsten Entwicklung könne dies erst in sechs bis sieben Jahren der Fall sein, so der Verkehrsverbund Mittelsachsen.

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