Verwirrung um RB-Skatepark

Das Verbot der öffentlichen Nutzung des Skateparks vor der RB-Akademie sorgt für Unmut.

Ein vermeintlicher Skatepark vor der Red-Bull-Leipzig-Akademie am Cottaweg sorgt für Verwirrung. Hier wurde vor einiger Zeit ein Skatepark errichtet, der nun allerdings nicht befahren werden darf. In der Leipziger Skate-Community trifft diese Entscheidung auf starke Kritik.

Gegenüber Leipzig Fernsehen teilte RB mit, dass der Skatepark vor der Akademie nur aus Gründen der Vorplatzgestaltung, die Rampen nur als stilistische Elemente errichtet worden seien. Das Gelände gehöre zum Privatbesitz von RB und war nie als öffentliche Fläche kommuniziert worden.

Der Architekt der Skateanlage, Ralf Meier, zeigt sich laut Medienberichten überrascht, dass RB die Fläche nicht als tatsächlichen Skatepark nutzen möchte. Er habe erst über Umwege von dieser Entscheidung erfahren.

Auch in der lokalen Leipziger Skateszene wird Kritik über das Skateverbot durch RB laut. Die Leipziger Skatehalle „Heizhaus“ arbeit schon seit mehreren Jahren mit Red Bull Leipzig zusammen. Es sei bekannt gewesen, dass RB die Errichtung des Skateparks mit Skepsis betrachtet habe. Eventuelle Kunden des Vereins könnten sich von einer möglichen Ansammlung von Menschen im Skatepark abgeschreckt fühlen.

Auf diese Zweifel reagierten die Geschäftsführer des Heizhauses mit diversen Kompromissvorschlägen für die Nutzung der Fläche. Auf diese ging der Verein allerdings bisher nicht ein. Heizhaus-Geschäftsführer Sven Bielig findet diesen Umgang zwischen bestehenden Partnern sehr schade.

Red Bulls österreichischer Mutterkonzern hatte vor einigen Jahren eine Maßnahme für eine bespielbare Außenfläche vor der RB-Akademie beschlossen. Diese wurde in Kooperation mit professionellen Skateboardfahrern geplant und umgesetzt.

Wie es mit dem RB-Skatepark weitergeht, sei zu diesem Zeitpunkt noch nicht entschieden, so der Verein. Die Angelegenheit befinde sich derzeit im laufenden Prozess.