Verzögerungstaktik? OB Helma Orosz lässt Operetten-Zukunft ungewiss – Prüfung neuer Finanzierungsmodelle

Erneut hat die Dresdner Oberbürgermeisterin Helma Orosz eine für Dienstag angekündigte Aussage zur Zukunft der Staatsoperette und des TJG in Dresden verschoben. +++

Die für heute, 30. März um 13 Uhr angesetzte Pressekonferenz zur Fortschreibung des Finanzierungskonzeptes Staatsoperette/Theater Junge Generation (TJG) wird auf einen späteren Zeitpunkt verschoben. Die entsprechende Vorlage wird heute von der Tagesordnung der Dienstberatung der Oberbürgermeisterin genommen.

„Es ist eine weitere Überarbeitung der Vorlage notwendig, da es kurzfristig zwei neue Vorschläge zur Finanzierung gibt. Aus meiner Sicht sind es beide wert, sie genau zu prüfen. Als Oberbürgermeisterin halte ich aber auf jeden Fall an dem Bauvorhaben Staatsoperette im Zentrum fest. Und da mir dieses Vorhaben so wichtig ist, möchte ich alle Möglichkeiten der Finanzierung durchrechnen lassen. Ich bitte hierfür um Verständnis“, erklärt Helma Orosz.

Die Pressekonferenz wird voraussichtlich in zwei Wochen stattfinden. Dann steht die aktualisierte Vorlage erneut auf der Tagesordnung bei der Dienstberatung der Oberbürgermeisterin.

Pressemitteilung des kulturpolitischen Sprechers der SPD-Fraktion im Dresdner Stadtrat, Wilm Heinrich:

„Gestern wurde die Presse eingeladen, heute wieder ausgeladen: Klare Führung der Stadt sieht anders aus. Diese erneute Verschiebung trägt nicht zur Vertrauensbildung bei. Im Gegenteil, unsere Sorge um die Zukunft der Staatsoperette und des TJG wächst von Woche zu Woche.

Das Projekt Heizkraftwerk Mitte ist seit über 1 1/2 Jahren beschlossen. Das Investorenverfahren soll nach Aussage einer Wirtschaftlichkeitsuntersuchung schneller und preiswerter sein, als die eigene Bauherrenschaft der Stadt. Derzeit liegen wir circa ein dreiviertel Jahr hinter dem Zeitplan, der im März 2010 die Beauftragung eines Investors vorsieht. Lippenbekenntnisse der Oberbürgermeisterin genügen nicht mehr.
 
Die Glaubwürdigkeit der Oberbürgermeisterin wird an der Zukunft der Staatsoperette und des TJG festgemacht werden.

Wir fordern die Oberbürgermeisterin auf, unseren Vorschlag zur Erhebung einer „Dresdner Kulturtaxe“ für die Finanzierung des Projektes Heizkraftwerk Mitte aufzugreifen. Die Übernachtungsabgabe für Touristen könnte ca. ein Drittel der Investitionskosten tragen und das Projekt absichern“, so der kulturpolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Wilm Heinrich.

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