Viadukt behält seine Optik

Chemnitz- Wie die Deutsche Bahn bekanntgab, tagte der Fachbeirat zum Chemnitzer Viadukt vergangene Woche zum dritten Mal. Die Auswertung des Gutachtens zur Bausubstanz sowie mögliche Varianten zur Ertüchtigung des Viadukts waren unter anderem die Schwerpunktthemen dieser knapp vierstündigen Sitzung.

Das Gutachten zur Bausubstanz ergab demnach, dass folgende Maßnahmen durchgeführt werden müssten, um das Viadukt wieder verkehrstüchtig zu machen:

• Austausch stark geschädigter Steine/Ausbesserung an Natursteinmauerwerk und dessen Fugen,
• Verpressen und Injektionen in Mauerwerk und Fundamenten unter Berücksichtigung statischer sowie technologischer Randbedingungen,
• Wiederherstellen fehlender Betonteile/Neuverputzen von Betonoberflächen,
• Erhöhung der Widerstandsfähigkeit von Oberflächen, z.B. gegen Tausalze,
• Herstellen funktionsfähiger Entwässerung und Bauwerksabdichtung,
• Sanierung Bewehrungsstahl und Beton des Personentunnels.

Außerdem wurden vom beauftragten Ingenieurbüro drei Varianten vorgestellt, wie das Viadukt zukünftig aussehen könnte. Favorisiert wurde dabei vom Fachbeirat die dritte Variante, die das charakteristische Aussehen durch den Verzicht auf Lärmschutzwände erhalten würde. Ausschlaggebend waren aber auch der hohe Substanzerhalt, die Gewährleistung einer langen Lebensdauer der Brücke sowie die weitere Sichtbarkeit der historischen Bauteile.

Im März soll dann die nächste Sitzung des Fachbeirats stattfinden. Zu dieser soll planmäßig eine weitere Viadukt-Variante vom Ingenieurbüro vorgestellt werden, die alle während der dritten Sitzung besprochenen Details und Wünsche aufgreift, die auch tatsächlich umgesetzt werden können.

Quelle: Deutsche Bahn