Videoüberwachung soll bis Ende des Jahres starten

Chemnitz - Seit Monaten wird darüber heiß diskutiert. Die einen wollen sie, die anderen nicht. Die Rede ist von der Videoüberwachung in der Innenstadt. Nun gibt es konkrete Pläne, wie das Projekt realisiert werden soll.

Sind sie die Lösung für die Bekämpfung von Straftaten? In der Chemnitzer Innenstadt erhofft man sich dies zumindest. So sollen aller Voraussicht nach bis Ende September 38 Überwachungskameras an kriminellen Brennpunkten im Stadtzentrum angebracht werden.

Damit soll vor allem einer Belästigung von Bürgerinnen und Bürgern vorgebeugt werden. Zudem erhofft man sich, das verhängte Alkohol- und Glasflaschenverbot strikter durchsetzen zu können. Nach spätestens zehn Tagen werden die Aufnahmen automatisch gelöscht - innerhalb dieser Zeitspanne kann das Ordnungsamt und die Polizei jederzeit auf das Material der verschiedenen Standorte zurückgreifen um Straftaten und Ordnungswidrigkeiten aufzuklären. Ob das die Lösung der Probleme sein wird - die Bürger hoffen es zumindest.

Gefilmt werden soll dann aber nicht nur an der Zentralhaltestelle - auch auf der Fläche vor dem Kulturhaus Das TIETZ, dem Stadthallenpark sowie der Stadthalle selbst werden die neuen Kameras installiert. Der Kostenpunkt der neuen Hightech-Kameras liegt bei ca. 800.000 Euro. Ungefähr die Hälfte der anfälligen Kosten für die Anschaffung, Installation und Inbetriebnahme übernimmt die Stadtverwaltung Chemnitz. Durch das hohe Personenaufkommen an einzelnen Haltestellen, ist auch die CVAG ein großer Teil des Sicherheitskonzeptes. Der städtische Verkehrsbetrieb nimmt sich in die Pflicht, Lösungen für die erhöhte Zahl der Straftaten im Zentrum zu finden.

Vorhersagen über den Erfolg oder Misserfolg in der Aufklärung von Straftaten, mit Hilfe der Überwachungskameras, lassen sich schwer treffen. Für die Chemnitzer gilt es in dieser Frage weiterhin abzuwarten.