Viele Herausforderungen bei der 1. WM im Schach für Menschen mit Behinderung in Dresden

Bauern, Türme und Springer stehen derzeit in Dresden im Mittelpunkt. Denn hier wird momentan die 1. Weltmeisterschaft im Schach für Menschen mit Behinderung ausgetragen. Noch bis zum 28. Oktober ringen 90 Spieler aus 14 Ländern um den Titel. +++

Es herrscht Ruhe am Austragungsort der 1. Weltmeisterschaft im Schach für Menschen mit Behinderung.

Die Spieler müssen sich konzentrieren.

So auch Rolf Huss aus dem hessischen Fulda. Er trifft in der dritten Runde der WM auf den blinden Russen Sergey Krylov.

Sein Gegner ist bereits Internationaler Meister.

Interview mit Rolf Huss, Teilnehmer Behindertenschach-WM (im Video)

Die ersten Züge gehen schnell, doch schon bald kommt die Partie ins Stocken.

Jeder mögliche Zug des Gegners muss vorausgeahnt werden.

Es wird schwierig, doch Rolf Huss will ein ordentliches Spiel abliefern. Dass er auf den ersten Treppchen landet, glaubt er jedoch nicht.

Interview mit Rolf Huss, Teilnehmer Behindertenschach-WM (im Video)

Beim Schach assistieren den Spielern Helfer, die vor allem den blinden Menschen die Figuren setzen und den Spielzug erklären.

Einer dieser Freiwilligen ist Vincent Seifert. Für den Student aus Dresden ist diese WM eine ganz neue Erfahrung. Er steht nicht nur am Schachbrett für die Spieler bereit.

Interview mit Vincent Seifert, Volunteer (im Video)

Herausforderungen bei dem Wettbewerb gibt es für jeden.

Insbesondere die Organisatoren müssen rund um die WM agieren. Für sie gilt es unter anderem Fahrten und Unterkünfte zu vermitteln. Damit aber nicht genug, wie Turnierleiterin Yvonne Ledfuss zu berichten weiß.

Interview mit Yvonne Ledfuss, Turnierleiterin (im Video)

Dennoch ist es für Sachsen eine Ehre die 1. WM für Menschen mit Behinderung im Freistaat zu haben.

Interview mit Yvonne Ledfuss, Turnierleiterin (im Video)

Am kommenden Montag wird die letzte Partie der WM gespielt und am Nachmittag dann der „World Chess Champion for Disabled“ gekürt.