Vielfalt statt Einheit – Mehr Akzeptanz und Toleranz für alternative Lebensweisen

Dresden – Akzeptanz und Toleranz gegenüber gleichgeschlechtlichen Lebensentwürfen lassen sich nicht verordnen, sie müssen gelebt werden, so Petra Köpping, sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration. Nach wie vor gibt es Berührungsängste und Vorurteile bis hin zu gewalttätigen Auseinandersetzungen, wenn es um nicht-heterosexuelle Lebensweisen geht. Um dem entgegen zu wirken wurde ein Landesaktionsplan entwickelt.

Die Diskriminierungsfreiheit im öffentlichen Dienst und die Prävention von Gewalt gegenüber Flüchtlingen jeglicher Lebensweise ist in dem Landesaktionsplan unter anderem mit einbezogen. Er konzentriert sich auf Themen, die die sächsischen Staatsministerien in eigener Zuständigkeit umsetzen können. In deutschen Bundesländern werden seit mehr als fünf Jahren solche Pläne erstellt, um Maßnahmen zur Gleichstellung umzusetzen. Berlin war 2010 das erste Bundesland. Verstärkt eingebracht hat sich auch die sogenannte LSBTTIQ-Community. Das Kürzel steht für Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transgeschlechtliche, Transgender, Intersexuelle und queere Menschen.

Im Auftrag des sächsischen Staatsministeriums wurde durch die Vereine „different people“ aus Chemnitz, „RosaLinde“ aus Leipzig und „Gerede – homo, bi und trans“ aus Dresden eine Auflistung aller Vereine, Initiativen und Angebote von und für Menschen mit unterschiedlichen sexuellen Orientierungen erfasst. Eine entsprechende Auflistung wird auf der Webseite des Staatsministeriums veröffentlicht.