Vier Festnahmen nach blutiger Messerstecherei im Leipziger Osten

Auseinandersetzung in der Nacht zu Montag in der Einertstraße fordert acht Verletzte, eine Frau musste notoperiert werden. +++

Wieder einmal ist der Leipziger Osten Schauplatz eines blutigen Verbrechens geworden und wieder einmal geht es um das Gebiet rund um die Eisenbahnstraße. Die Auseinandersetzung am späten Sonntagabend forderte mehrere Schwerverletzte.
Nach Schießereien und Messerstechereien gab es am Sonntagabend einen weiteren traurigen Höhepunkt, dessen Spuren hier auch am Tag danach noch deutlich zu sehen sind. Laut Polizei stürmten gegen 21 Uhr 45 etwa 20 bis 30 Personen ein Haus an der Ecke Einertstraße, um eine dort wohnende Familie anzugreifen. Die verschiedenen Widersacher sollen unter anderem mit nagelgespickten Zaunslatten und Dönermessern aufeinander losgegangen sein. Festnahmen vor Ort gab es nicht, die Täter sind geflüchtet.
Mittlerweile steht fest: Der Angriff kam nicht einfach so, es gab eine Vorgeschichte. Bereits am Samstagnachmittag war ein 15-jähriger Iraker von drei Männern auf der Eisenbahnstraße überfallen worden. Sie forderten sein Handy und verprügelten den Jugendlichen. Das Opfer wollte nun Anzeige gegen einen der Täter erstatten. Doch dieser wehrte sich dagegen, aus einem geplanten klärenden Gespräch wurde eine blutige Auseinandersetzung.  Dabei sind acht Personen verletzt worden, drei davon schwer. Eine 22-jährige Frau musste notoperiert werden, sie schwebt aber glücklicherweise nicht mehr in Lebensgefahr. Mittlerweile wurden drei Personen festgenommen, gegen sie wird wegen versuchten Totschlags ermittelt. Ein Mann muss sich außerdem wegen schwerer Körperverletzung und Landfriedensbruch verantworten.