Vier Haftbefehle nach Großrazzia in Dresden

Beamte von Zollfahndung, Landeskriminalamt und Landespolizei haben am Montagmorgen  Drogen und illegale Feuerwerkskörper in einem Spätshop beschlagnahmt. +++

Beamtinnen und Beamte des Zollfahndungsamts Dresden und der Polizeidirektion Dresden
haben seit heute morgen vier Haftbefehle vollstreckt und sieben Objekte im Stadtgebiet von
Dresden und ein Objekt in Meißen durchsucht. Dabei wurden insgesamt rund 600 Gramm Betäubungsmittel – hauptsächlich Marihuana –, zwei Waffen bzw. Schreckschusswaffen, ein Elektroschocker und weitere, umfangreiche Beweismittel wie zum Beispiel Mobiltelefone, elektronische Datenträger und schriftliche Unterlagen sichergestellt.

In einem Durchsuchungsobjekt, einem Ladengeschäft im Dresdner Stadtteil Cotta, wurden
als sogenannter Zufallsfund mehrere professionelle Spreng- und Feuerwerkskörper, die nur
ausgebildete Pyrotechniker erwerben, besitzen und verwenden dürfen, aufgefunden.
Da vor Ort nicht eingeschätzt werden konnte, welche Gefahr möglicherweise von diesen
Gegenständen ausgeht, wurden Spezialisten des Landeskriminalamtes Sachsen hinzugezogen.
Die Spreng- und Feuerwerkskörper wurden abtransportiert und werden nun genauer
untersucht. Die vier festgenommenen Personen und drei weitere Tatverdächtige (25 – 40 Jahre) stehen im Verdacht, Betäubungsmittel in nicht geringer Menge unerlaubt eingeführt und damit Handel getrieben zu haben.

Dem Hauptbeschuldigten (33 Jahre) wird nach den bisherigen Erkenntnissen der gemeinsamen Ermittlungsgruppe von Zollfahndungsamt Dresden und Polizeidirektion Dresden ein Tatumfang von mindestens 220 Kilogramm Haschisch, 45 Kilogramm Marihuana und 12
Kilogramm Metamfetamin (Crystal) vorgeworfen. Er soll die Betäubungsmittel von noch unbekannten Lieferanten bezogen und an zahlreiche Zwischenhändler, aber auch an Konsumenten weiterveräußert haben. Seine Rauschgiftgeschäfte wickelte er nach den bisherigen Ermittlungen unter anderem über das von ihm genutzte und heute durchsuchte Ladengeschäft ab.

Bei seiner Festnahme trug er eine Schreckschusswaffe am Körper. Ein weitere Waffe und der Elektroschocker wurden in seinem Ladengeschäft gefunden. Das Amtsgericht Dresden hat drei Haftbefehle in Vollzug gesetzt. Eine Beschuldigte (25 Jahre) wurde gegen Auflagen wieder auf freien Fuß gesetzt.

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