Viktoria Franke: “Die Filmnächte sind das geistige Eigentum der PAN GmbH“

Sehen Sie unter www.dresden-fernsehen.de das Video-Statement von Viktoria Franke, Pressesprecherin der Filmnächte am Elbufer. +++

Zu Berichten über eine angebliche „Bieter-Schlacht“ heute in der Morgenpost und der Sächsischen Zeitung erklären die Filmnächte:

„Für uns ist es eine traurige und irritierende Entwicklung, dass es in Dresden Leute gibt, die sich mit fremden Federn schmücken und in ein gemachtes Nest setzen wollen. Dabei ist es enttäuschend, dass sich gerade das Dresdner Druck- und Verlagshaus, das mit der von ihm herausgegeben Sächsischen Zeitung und mit der Morgenpost das Meinungsbild in der Stadt maßgeblich mitprägt, offenbar im eigenen wirtschaftlichen Interesse eine Debatte vom Zaun bricht und sich jetzt zusammen mit einen Nachtclubbetreiber, einem lokalen Gastronomen und einem anonym bleibenden Konzertveranstalter einfach an unserer Idee bedienen und ohne eigenes Risiko von unserer 22-jährigen Aufbauleistung profitieren wollen“, äußerte Filmnächte-Sprecherin Viktoria Franke am Dienstag in Dresden.

Dennoch ist man von Seiten des Veranstalters der Filmnächte, der PAN GmbH, zuversichtlich: „Wir gehen trotz der aktuellen Irritationen davon aus, dass jeder weiß, wer die Filmnächte von der Idee bis zur Gegenwart zu dem gemacht hat, was sie sind, und der Stadtrat den Wert geistigen Eigentums erkennt, respektiert und schützt. Angesichts der hervorragenden und bewährten Zusammenarbeit mit der Stadt sehen wir der Entscheidung des Stadtrates positiv entgegen.“

Die Geschichte hinter den Filmnächten am Elbufer
Die Erfolgsgeschichte der Filmnächte am Elbufer befindet sich nunmehr im 22. Jahr. Kurz nach der Wiedervereinigung, im Jahr 1991, hatten die Filmnächtemacher Matthias Pfitzner, Jörg Polenz und Johannes Vittinghoff die Idee zu dieser besonderen Form des Kinoerlebens in Dresden. Mit viel Engagement, Kreativität und Risikobereitschaft sowie erheblichen privaten Investitionen haben sich die Filmnächte zu dem entwickelt, das wir heute kennen – dem wohl schönsten und größten Open-Air-Kino Deutschlands mit jährlich über 150.000 Film- und Konzertbesuchern, das 2010 mit dem Life Entertainment Award als Location des Jahres ausgezeichnet wurde.

Diese positive Entwicklung war seit jeher von enormen Investitionen in den Standort am Königsufer gekennzeichnet. So wurde beispielsweise 2004 in eine neue mobile Leinwand investiert, um die Anforderungen der Stadt Dresden, im Falle eines Hochwassers die Leinwand zügig abzubauen, erfüllen zu können und eine Leinwandlösung zu finden, die sich besser als eine statische Variante in das sensible Stadtbild integrieren lässt. Allein der Ab- und Wiederaufbau dieser Leinwand schlägt im Fall der Gefahr von Hochwasser übrigens mit gut 90.000 Euro zusätzlich zu Buche. Bis zu drei Mal in einer Saison mussten die Filmnächte in den vergangenen Jahren die Leinwand aufgrund von Hochwassergefahr auf eigene Kosten ab- und wiederaufbauen. Darüber hinaus führte die PAN GmbH im Jahr 2008 die über 400.000 Euro teure, aufwendige und denkmalgerechte Sanierung der imposanten Treppenanlage am Königsufer, die inzwischen auch für andere Veranstaltungen genutzt werden kann, durch.

Ebenso wurden ein Zu- und Abwassersystem sowie eine eigene Trafostation gebaut, da das Gelände medientechnisch nicht erschlossen war. Doch der Aufwand lohnt sich trotz des immer vorhandenen Wetterrisikos: Seit 1991 strömten über 2 Millionen Kino- und Konzertfans ans Königsufer. Zudem sind die Filmnächte am Elbufer zu einem Touristenmagneten und sympathischen Werbeträger mit überregionaler Ausstrahlungskraft für die sächsische Landeshauptstadt geworden. Neben den Filmnächten zeichnen Pfitzner , Polenz und Vittinghoff auch als Erfinder des international renommierten Filmfest Dresden sowie des im Vorjahr initiierten Palaissommer verantwortlich.

Quelle: Zastrow + Zastrow

Ein Statement der Filmnächte-Sprecherin Victoria Franke zu den aktuellen Entwicklungen sehen Sie auch im Video.

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