Visionen der Zukunft aus dem Blickwinkel von Kindern

Dresden - Das tjg. theater junge generation hat zur 3. Zukunftskonferenz der Kinder eingeladen. Dabei wurde die interaktive Containerausstellung „Der Visiomat“ eröffnet.

Wie wird sich Arbeit in der Zukunft verändern? Welche neuen Berufe werden entstehen? Wie lässt sich Einkommen gerecht verteilen und welchen Einfluss haben Roboter auf unsere Arbeit? Diesen Fragen sind Kinder und Jugendliche aus fünf Schulen in und um Dresden in Kunst- und Wissenschaftsworkshops nachgegangen. Die von ihnen erarbeiteten Forschungsergebnisse und Visionen sind in Form von Videoinstallationen, Skulpturen oder Performances in das Projekt „Der Visiomat – ein künstlerisches Forschungsarchiv zu den Arbeitswelten der Zukunft“ eingeflossen.

© Matthias Hahndorf

Am Freitag wurde die interaktive, mobile Containerausstellung auf dem Gelände des tjg. theater junge generation eröffnet. Das als Kooperation des cfaed - Center for Advancing Electronics Dresden an der TU Dresden und des tjg. theater junge generation entstandene Projekt ist Teil des Wissenschaftsjahres 2018 und kann von Mitte September bis Ende Oktober 2018 an drei Standorten in Dresden besichtigt werden.
„Diskussionen die wir heute führen, Herausforderungen die wir heute erkennen und Entscheidungen die wir heute treffen, bestimmen, in welchen Arbeitswelten wir alle in Zukunft arbeiten werden“, sagt Matthias Graf von Kielmansegg, Leiter der Abteilung 1 „Grundsatzfragen; Strategie; Digitaler Wandel“ im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). „Was sich die junge Generation heute als Visionen vorstellt, ist wichtig, um den Blick zu weiten. Und die verschiedenen Darstellungsformen können helfen, besser die Hoffnungen und Sorgen der Menschen, die sie mit dem Wandel verknüpfen, zu erkennen. Der Visiomat macht genau das möglich.“

„Besonders junge Menschen werden den Wandel der Arbeitswelten hautnah miterleben“, meint auch tjg-Intendantin Felicitas Loewe. „Mit der 3. Zukunftskonferenz der Kinder und dem Visiomat haben wir Kindern die Möglichkeit gegeben, sich in selbstständig und kreativ mit dem Thema auseinanderzusetzen und die Ergebnisse, Visionen sowie ihre Fragen an die Gesellschaft öffentlich zu präsentieren. Die Teilhabe von Kindern und Jugendlichen an derlei Prozessen ist essentiell.“ Hinter dem Projekt steht auch Prof. Gerhard Fettweis, Koordinator des Exzellenzclusters cfaed vom Vodafone Stiftungslehrstuhl Mobile Nachrichtensysteme an der TU Dresden und unterstreicht: „Wir produzieren mit unserer Forschung tagtäglich Zukunft. In unserem Forschungsalltag erfahren wir jedoch nicht so viel über die Vorstellungen und Wünsche von Kindern und Jugendlichen. Das Visiomat-Projekt hat es mit seinem interaktiven Ansatz geschafft, direkte Brücken zu bauen, die in beiden Richtungen Austausch ermöglichen.“
Ebenfalls im Visiomat präsentiert wurden die Ergebnisse der „3. Zukunftskonferenz der Kinder“ mit dem Thema „Wie werden wir in Zukunft arbeiten?“, die am 14. September 2018 in Dresden stattfand. 140 Kinder tauschten sich dabei über die Ergebnisse ihrer selbst initiierten Forschungsprojekte aus und diskutierten diese in Eigenregie. Die jährliche Zukunftskonferenz wird vom tjg. theater junge generation gemeinsam mit dem Kulturhauptstadtbüro Dresden 2025 ausgerichtet.

Vom 15.9. – 27.10.2018 ist der Visiomat-Container im Wissenschaftsjahr 2018 an drei verschiedenen Standorten in Dresden zu erleben:

Station 1 (15.9. – 30.9.):
Kraftwerk Mitte, Theatergasse
Öffnungszeiten: wochentags 9 – 12 Uhr, Wochenende 14 – 18 Uhr,
30.9. (Familiensonntag): 10-16 Uhr, geschlossen am 17./18./24./25.9.

Station 2 (4.10. – 12.10.):
TU Dresden, Helmholtzstraße 18, Vorplatz Barkhausen-Bau
Öffnungszeiten: werktags 11 – 15 Uhr, Wochenende geschlossen

Station 3 (17.10. – 27.10.):
Kulturpalast Dresden, Vorplatz
Öffnungszeiten:
11 – 17 Uhr, 21./22.10. geschlossen

© Matthias Hahndorf
© Matthias Hahndorf
© Matthias Hahndorf
© Matthias Hahndorf

Text: tjg. theater junge generation
Artikel erstellt von: Franziska Wöllner