Vogelgrippe-Fall in Chemnitz

Erst EHEC und jetzt Vogelgrippe.

Nachdem auf einem Geflügelhof im Chemnitzer Ortsteil Röhrsdorf das Vogelgrippe-Virus H7N7 nachgewiesen wurde, stellt sich nun die Frage, ob dieser Virus mit dem gefährlichen H5N1-Virus zu vergleichen ist.

Interview: Dr. Michael Kern – Amtstierarzt

Doch für 1.500 Gänse, Hühner und Enten geht die Infektion nicht so glimpflich ab. Noch vor Ort wurden die Tiere getötet und in die Tierkörperbeseitigungsanlage nach Riesa gebracht.

Dies ist notwendig geworden, zum einen weil der Virus hoch ansteckend ist und sich schnell ausbreitet, zum anderen kann es sein, dass er mutiert und sich auf diese Weise gefährliche Varianten entwickeln.

Bei der tierärztlichen Kontrolle gab es trotz des Erregers zunächst keine Krankheitsanzeichen, wodurch der Ausbruch der Krankheit offenbar erst jetzt bemerkt wurde.

Interview: Dr. Michael Kern – Amtstierarzt

Das Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramt hat nun um den Betrieb ein Sperrgebiet von einem Kilometer eingerichtet.

Geflügelhalter im diesem Bereich müssen bestimmte Desinfektionsvorschriften einhalten.

Zum Schutz der Verbraucher werden auch die Lieferwege zurückverfolgt, doch laut Amtstierarzt Michael Kern haben die Verbraucher nichts zu befürchten und können weiterhin Eier essen. Doch wie geht es jetzt mit dem betroffenen Geflügelhof weiter?

Interview: Dr. Michael Kern – Amtstierarzt

Für den Besitzer des Geflügelhofes ist die Tötung sämtlicher Tiere seines Bestandes ein schwerer Schlag, denn dieser hat jetzt mit den wirtschaftlichen Folgen zu kämpfen.