Vogelgrippe in Leipzig

Am Mittwoch war es amtlich: Die Messestadt hat einen Fall von Vogelgrippe.

Bei einer Routineuntersuchung von Enten im Stadtgebiet und einer Gans im Leipziger Zoo wurde der Virus nachgewiesen. Es handelt sich dabei aber um den nicht sonderlich stark ansteckenden Influenza A-Virus vom Typ H5N3. Diese Form sei deutlich von der Geflügelpest – die durch hochpathogene Influenzaviren hervorgerufen wird – zu unterscheiden.

Das Gesundheitsministerium vermutet, dass der Virus durch Wildvögel eingeschleppt wurde. Laut Anordnung des Ministeriums sollen die Vögel des Zoos vorläufig in Ställen untergebracht werden. Krankheitsrisiken für Menschen durch die in Leipzig festgestellten Viren sind nicht bekannt. Somit besteht keine Gefahr für die Besucher im Zoo.

Der Zoo traf dennoch Sicherheitsvorkehrungen. „Wir haben alle Vorsorgemaßnahmen, die sich aus dem Tierseuchengesetz und der Verordnung zum Schutz gegen die Geflügelpest ergeben, sofort eingeleitet. Es wird eine Erregereinschleppung durch Wildvögel angenommen, weshalb alle Vögel des Zoos vorsorglich aufgestallt werden müssen. Wir bitten um Verständnis, dass aufgrund dieser Vorsorgemaßnahmen einige Vogelarten, die sonst in Freigehegen leben, wie Strauße, Pelikane und verschiedene Wassergeflügelarten, bis auf Weiteres nicht zu sehen sind“, so Zoodirektor Dr. Jörg Junhold.

Die betroffenenen Tiere haben kaum wahrnehmbare Krankheitsanzeichen gezeigt, teilte der Zoo mit. Trotzdem wurden sie auf amtstierärztliche Anordnung getötet. Inwischen geht die Zooleitung davon aus, dass Zugvögel das Grippe-Virus in den Zoo eingeschleppt haben.

In der Lausitz war letzte Woche der auch für den Menschen gefährliche H5N1-Virus auf einem Geflügelhof entdeckt worden – 1400 Tiere wurden daraufhin getötet.