Volkswagen überholt in Sachsen Trabi

Zwickau (dapd-lsc). Europas größer Automobilbauer hat die Fertigung des viermillionsten Autos in Sachsen gefeiert.

„Wir schreiben heute sächsische Automobilgeschichte“, sagte der Chef von Volkswagen Sachsen, Hans-Joachim Rothenspieler, am Mittwoch in Zwickau bei der Präsentation des Jubiläumsfahrzeugs. Noch nie habe ein Automobilbauer in Sachsen so viele Autos wie VW gebaut. Das Unternehmen bekräftigte zugleich die Absicht, die VW-Standorte in dem Bundesland mit Investitionen in Milliarden-Höhe weiter auszubauen.

Rothenspieler sagte, die bisherige Rekordmarke von etwas mehr als drei Millionen Trabis in rund 30 Jahren sei von VW in nur zwei Jahrzehnten deutlich übertroffen worden. Wenn das derzeitige Tempo beibehalten werde, könne in zehn Jahren fast die Acht-Millionen-Marke erreicht werden.

Die Ära von Volkswagen in Sachsen begann mit der Montage des ersten Polos am 21. Mai 1990 im damaligen Werk Mosel (heute Zwickau).

Beim viermillionsten Auto handelt es sich um einen Passat in der Farbe „Light Brown Metallic“, der für den europäischen Markt bestimmt ist.

Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) lobte das Engagement des Automobilbauers im Freistaat. VW habe einen „bedeutenden Stellenwert“ bei der Entwicklung der Automobilbranche in Sachsen nach der Wiedervereinigung. VW-Vorstandsmitglied Hubert Waltl sprach von einer beispielhaften Entwicklung und einer „hohen Handwerkskunst“ der sächsischen Automobilbauer.

Rothenspieler sagte weiter, das Jubiläum sei auch der Beginn eines beispiellosen Umstrukturierungsprozesses. Er verwies auf geplante Investitionen und den Umbau von Fertigungsanlagen. Allein im Zwickauer Montagewerk sollen demnach bis 2014 rund 1,6 Milliarden Euro investiert werden. Es entstehe quasi ein neues Werk innerhalb der bisherigen Werksgrenzen, und das bei laufenden Produktion. Nach bereits vorliegenden Plänen soll neben Golf und Passat mit dem Golf Variant von 2013 an erstmals ein drittes Modell in Zwickau gefertigt werden.

Volkswagen beschäftigt im Montagewerk in Zwickau und dem Motorenwerk in Chemnitz nach eigenen Angaben mehr als 8.000 Mitarbeiter und ist damit einer der größten Arbeitgeber im Freistaat.

dapd

Dieser Beitrag ist leider noch nicht verfügbar