Volkswagen und IG Metall schließen Tarifpakt 2009/10 ab: Beschäftigungssicherung bis 2014

Die Tarifvereinbarung gilt für insgesamt 100.000 Mitarbeiter, daunter auch der Standorte von Volkswagen in Sachsen in Chemnitz, Zwickau und Dresden. +++ 

´Volkswagen und IG Metall haben erfolgreich die Folgeverhandlungen zum Tarifvertrag 2009 abgeschlossen. Mit diesem Tarifvertrag war unter anderem die Einführung einer leistungsorientierten Vergütungskomponente und die leistungsabhängige Übernahme der Ausgebildeten vereinbart worden. Im Gegenzug hatten beide Seiten Gespräche unter anderem zur Beschäftigungssicherung vereinbart. Die Beschäftigungssicherung wurde nun bis Ende 2014 verlängert.

Außerdem bekräftigten Unternehmen und Arbeitnehmervertreter, Produktivitätssteigerungen gemeinsam sicherzustellen. Der Personalvorstand der Volkswagen Aktiengesellschaft, Dr. Horst Neumann, betonte heute: „Nur erfolgreiche Unternehmen können dauerhaft Arbeitsplätze sichern und schaffen. Wettbewerbsfähigkeit ist die Voraussetzung für Beschäftigungssicherung. Mit der Stärkung der Leistungsorientierung haben wir daher unser Tarifsystem substanziell weiterentwickelt.“ Das gemeinsame Erschließen von Produktivitätssteigerungen bringe die Wettbewerbsfähigkeit von Volkswagen nochmals voran. „Bei ihrer Jahresplanung beraten Werkleitung und Arbeitnehmervertretung an jedem Standort, wie die Produktivitätsziele erreicht werden können. Gemeinsame Arbeitsgruppen legen die Schritte zur Umsetzung fest.“ „Der 2006 von Unternehmen und IG Metall geschlossene Zukunftssicherungsvertrag hat sich bewährt“, stellte Dr.

Neumann fest. „Die Rückkehr von der Vier-Tage-Woche zu normalen Arbeitszeiten, die Beschäftigungssicherung zunächst bis 2011 und damit verbunden die Vereinbarung konkreter Maßnahmen zur wirtschaftlichen Auslastung unserer Standorte haben wesentlich zur heutigen Stärke von Volkswagen beigetragen. Daran knüpft das Gesamtpaket der jetzt geschlossenen Vereinbarungen an.“ Der Verhandlungsführer der Volkswagen Aktiengesellschaft, Jochen Schumm, sagte: „Leistung auf der einen Seite und die Erwartung an einen sicheren Arbeitsplatz auf der anderen Seite müssen Balance halten. Das wird mit der heutigen Vereinbarung gestärkt.“ So sehe der Tarifabschluss auch die Einrichtung eines weiteren Innovationsfonds zur Förderung neuer Beschäftigungsfelder nahe der automobilen Wertschöpfungskette vor. Die Einzelheiten zur Ausgestaltung dieses Fonds legen Unternehmen und Betriebsrat fest.

Die Tarifvereinbarung gilt für insgesamt 100.000 Mitarbeiter der Werke der Volkswagen AG in Wolfsburg, Braunschweig, Hannover, Salzgitter, Emden und Kassel, von Volkswagen in Sachsen mit den Standorten Chemnitz, Zwickau und Dresden sowie von Volkswagen Financial Services in Deutschland. Das jährliche Ausbildungsplatzangebot für 1400 junge Menschen an diesen Standorten sowie die leistungsorientierte Übernahme der Ausgebildeten werden durch den Tarifabschluss ebenfalls bis Ende 2014 gesichert.

Quelle: Volkswagen Konzernkommunikation

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