Volleyball: Dresden steckt Niederlage ein

Mit 0:3 (18:25, 18:25, 22:25) hat der Volleyball Club Dresden gegen die LE Volleys Leipzig verloren. +++

Der VC Dresden unterlag verdient vor ca. 350 Zuschauern beim bestens organsierten TK Gameday gegen eine starke Leipziger Mannschaft.

Im ersten Satz lagen die VC Männer schnell zurück. Vor allem im Blockverhalten sollten große Unterschiede zwischen beiden Mannschaften an diesem Abend bestehen. Über die Stationen 7:12, 10:14, 12:20 deutete sich ein Debakel an diesem Abend an. Zuspieler Sven Dörendahl versuchte die vorerst unsicher agierende Annahme mit viel Laufeinsatz auszugleichen, doch dies war nahezu unmöglich. Mit dem Wechsel von Libero Robert Went für den zuletzt oft beginnenden Libero Martin Merkel zog mehr Ruhe in das Annahmespiel der Hausherren ein. „Auf dieser Liberoleistung können wir aufbauen, ich denke hier haben wir keine Probleme und aktuell immer zwei motivierte Spieler, wovon immer mindestens einer eine solide Leistung auch in den nächsten drei Spielen anbieten wird.“ meint Trainer Jan Pretscheck. Während auch im Zuspiel nicht die Gründe für die Niederlage zu suchen sind, stellt sich die Frage nach Gründen für die Chancenlosigkeit an diesem Abend. „Auch der diesmal nicht eingesetzte Alex Meixner hat zuletzt sehr professionell trainiert und sich noch einmal verbessert. Allerdings habe ich mich festgelegt auf eine klare Nummer 1 mit Sven Dörendahl und eine Nummer 2 mit Alex Meixner, daran wird sich bis Saisonende auch nichts mehr ändern. In der Hinrunde haben wir so manches Spiel vorrangig im Zuspiel verloren, in der Rückrunde haben wir dieses Problem absolut nicht mehr.“ schätzt Jan Pretscheck ein.

Im zweiten Satz starteten die Hausherren mental gefestigter (8:6 Führung) und bis zum 12:12 verlief das Spiel auf dem von allen 350 anwesenden Zuschauern erwünschten Niveau. Gute Aufschläge auf beiden Seiten, brauchten die Annahmereihen zu Wanken, aber dennoch brachten spektakuläre Angriffsaktionen auf beiden Seiten ausgeglichen die Punkte für beide Seiten. Erst eine kleine strittige Schiedsrichterentscheidung (12:14) brachte den VC Dresden aus dem Tritt. Zum 12:15 folgte ein einfacher Fehler im Angriff und der Rückstand wuchs dann Stück für Stück an. Über 13:18, 15:22 besiegelte sich die 18:25 Satzniederlage.

Als besonders problematisch stellte sich dabei die Besetzung der Diagonalposition heraus. Weder der gestartete, etwas mutlos spielende Paul König, noch der etatmäßige, zuletzt zwei Trainingswochen pausierende Stefan Grudsinski, noch der aufgrund eines Magen Darm Infektes nur für Kurzeinsätze vorgesehene Eric Grosche, vermochten eine ansprechende Leistung zu bieten, die für einen Gegner wie Leipzig nötig gewesen wäre. „Die Diagonalposition ist unser aktuelles Sorgenkind. Wir bauen auf Stefan Grudsinski, der hoffentlich nach einer weiteren kompletten Trainingswoche wieder an seine Topspiele anschließen kann. Wir brauchen ihn unbedingt, und mit der erfolgreichen Zwischenprüfung im Rücken, wird er sich jetzt noch einmal die nächsten Wochen voll auf Volleyball konzentrieren. Paul König muss lernen, seine fantastische Trainingsleistung nun endlich einmal in den Wettkampf zu bringen, denn letzte Woche war er der beste Angreifer, aber im Punktspiel dann nicht wiederzuerkennen. Ich würde es ihm wünschen, aber den letzten Schritt muss er nun selbst gehen“ sagt Jan Pretscheck.

Die wiederum gut agierenden Annahme/Außenspieler Tino Walter und Carsten Böttcher sorgten dann, oft auch gut von Zuspieler Dörendahl in Szene gesetzt, für einen sehr engen dritten Satz. Mit einer stärkeren Blockleistung wäre dann auch ein Satzerfolg möglich gewesen. Doch während wie schon in Mendig der Dresdner Block oft nicht zupacken konnte, griff der Leipziger Block sich schließlich auch die letzten Dresdner Angriffe und wenn auch knapp, ging auch dieser Abschnitt mit 22:25 verdient verloren.

„Wir müssen nun am Blockverhalten noch einmal intensiv üben, zudem für die Schnellangreifer mehr Angriffsvariabilität herstellen. Mit Aufschlag und Zuspiel können wir zufrieden sein. In der Annahme müssen wir uns gegenseitig unter der Woche genügend Genauigkeit abfordern bzw. die Spieler selbst müssen in allen Elementen noch härter in der Bewertung zu sich selbst sein. Dann werden wir den benötigten Sieg in Dachau holen. Auf jeden Fall sollte kein Spieler nach den Sonntagsergebnissen glauben, dass wir den Klassenerhalt geschenkt bekommen, wir müssen dafür noch einmal siegen, und besser schon im nächsten Spiel als ein Nervenkrimi im allerletzten Punktspiel der Saison auswärts beim feststehenden Absteiger Waldgirmes“ ist sich das Trainerteam einig.

Es spielten:
Z – Sven Dörendahl
AA – Carsten Böttcher, Tino Walter
MB – Thomas Schober, Klaus Kunert, mit Kurzeinsätzen Christian Heymann
L – Martin Merkel, Robert Went
D – Paul König, Stefan Grudsinski, Eric Grosche
nicht zum Einsatz kamen: Felix Pauli und Alex Meixner

Quelle: Volleyball Club Dresden

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