Volleyball: Fighting Kangaroos müssen sich umbennen – Namensfindung durch Fans

Die Zweitliga-Volleyballerinnen des Chemnitzer Polizeisportvereins werden künftig mit neuem Namen um Punkte am hohen Netz kämpfen müssen.

Grund dafür ist laut den Vereinsverantwortlichen ein Markenrechtsstreit mit dem Insolvenzverwalter der ehemaligen Marketing GmbH, welche sich unter anderem um die geschäftlichen Belange der Volleyballerinnen zu Erstligazeiten kümmerte.

„Die Forderung des Insolvenzverwalters, Rechtsanwalt Dr. Freudenberg, bewegt sich im fünfstelligen Bereich. Dieser Betrag steht in keinem vernünftigen Zusammenhang mit dem tatsächlichen Wert der Marke. Die Forderung des Insolvenzverwalters wollen wir auch deshalb nicht bezahlen, weil wir den Namen vormals im Verein selbst gefunden und lange vor Markenanmeldung für den Volleyball genutzt haben. Das Gewinnen von Sponsoren zur Sicherung der zweiten Bundesliga Volleyball ist das Ergebnis vielfältiger persönlicher Kontakte der Vereinsmitglieder. Die Verwendung der Marke spielt hierbei, wenn überhaupt, nur eine unwesentliche Rolle. Die Sicherung des Etats für die Saison 2013/14 unter neuem Namen wird dies beweisen“, sagt CPSV-Präsident Volker Lange.

Mannschaftsleiter Stefan Baldauf ergänzt verärgert: „Es ist wirklich schade, dass wir ständig mit solchen Querelen zu kämpfen haben. Gern würden wir einmal eine Saison entspannt und ohne Probleme angehen wollen. Das bedeutet jetzt für uns einen enormen organisatorischen Aufwand. Wir müssen einen neuen Namen finden, diesen präsentieren und den bisherigen ersetzen. Dazu gehören Werbemittel, Fanartikel, Sponsorenbroschüren, Internetseite, Facebook-Auftritt und vieles mehr. Das kostet nicht nur Zeit, sondern auch wieder Geld, das der Mannschaft dann fehlt.“

Gemeint ist der knappe Saisonetat, den Jahr für Jahr ein treuer Kreis von Sponsoren stemmt. „Wir sind dankbar für jeden Sponsor, der uns die zweite Liga ermöglicht. Das ist nicht selbstverständlich und es wird jedes Jahr schwieriger, den Etat aufzubringen. Es wäre wirklich schade, wenn wir über ein Jahrzehnt Bundesliga in Chemnitz irgendwann einfach so wegwerfen müssten“, so Baldauf.

An große Sprünge ist also weiter nicht zu denken – für die Kängurus schon gar nicht:
„Die Mannschaftsplanung für kommende Saison läuft. Wir tun alles, was im Rahmen unserer Möglichkeiten machbar ist, um einen spielstarken Kader für die Saison 2013/2014 zusammenzustellen“, so der Teamchef.

Diese kommende Saison bestreiten die Schmetterlinge des Chemnitzer PSV nun mit einem Namen der erst noch gefunden werden muss. „Wir haben einen Arbeitstitel für das Projekt Saison 2013/2014. Um die Zugehörigkeit zum Verein zu demonstrieren, lehnen wir den Namen so nah wie möglich an den CPSV an. PSV Volleys Chemnitz wäre eine Lösung“, sagt Baldauf.

Alle Fans der Chemnitzerinnen sind aufgerufen sich an der Namensfindung zu helfen, Namensvorschläge per E-Mail an name@cpsv-volleyball.de einzureichen. Einsendeschluss ist der 3. Juni. Die originellsten Vorschläge werden dann in die öffentliche Abstimmung geschickt.