Volleyball: VC Dresden beendet Saison mit 11. Platz

Der VC Dresden hat sich am Samstag mit einer Niederlage (1:3) beim bereits feststehenden Absteiger TV Waldgirmes aus der Saison verabschiedet. +++

Spielbericht vom VC Dresden

Der größere Siegeswille entscheidet

Die VC-Spieler hatten ihren Fans nach dem erfolgreichen Heimspiel gegen Grafing versprochen, im letzten Spiel noch einmal Vollgas zu geben und mit einem Sieg die Saison abzuschließen. Aus diesem Versprechen wurde nichts, denn sie verloren beim seit längerem feststehenden Absteiger TV Waldgirmes nach einer insgesamt enttäuschenden Leistung verdient mit 1:3 (27:29, 25:16, 18:25, 25:27). Entscheidend dafür war die größere kämpferische Einstellung der Gastgeber. Sie wollten sich vor ihrem begeisterten Publikum mit einem Sieg aus der 2. Bundesliga verabschieden. Das hat man jeden Spieler der Hessen auf dem Feld angesehen. Dieser Siegeswille war leider bei einigen Dresdnern nicht in jeder Phase des Spieles festzustellen.

Wie schon so oft, hatte Trainer Jan Pretscheck wieder mit Spielerausfällen zu kämpfen, die aber nicht diese Niederlage entschuldigen. Neben Carsten Böttcher fehlten der verletzte Felix Pauli und der erkrankte 2. Zuspieler Alex Meixner, für den der etatmäßige Libero Martin Merkel diese Position übernehmen musste. Erstmals nach einer längeren Pause stand Stefan Grudsinski wieder im Kader. So begannen die Dresdner in folgender Aufstellung: Z: Sven Dörendahl, AA: Tino Walter, Eric Grosche, D: Paul König, MB: Klaus Kunert, Thomas Schober, L: Robert Went. Christian Heymann und Martin Merkel kamen im ersten Satz zu Kurzeinsätzen.

Die Dresdner hatten anfangs mit der für Zweitliga-Bedingungen gewöhnungsbedürftigen Ausweichhalle in Volpertshausen einige Probleme, so dass die Gastgeber von Beginn an meist knapp in Führung lagen. Sie hatten bei 24:23 ihren ersten Satzball, der von den Gästen abgewehrt wurde. Bei 27:26 kamen dann die Dresdner zu ihrem ersten Satzball, den sie ebenfalls nicht verwerten konnten. Schließlich ging der umkämpfte Abschnitt mit 29:27 an die Männer aus Waldgirmes.

Der zweite Satz begann mit einer Aufschlagserie von Eric Grosche, die zu einer 6:1-Führung führte. Auch in der Folgezeit hatte die Annahme der Gastgeber große Probleme mit den harten Sprungaufgaben der Sachsen, so dass der Satz mit 25:16 klar an die Dresdner ging, die das Spiel dominierten.

Nach einer 11:9-Führung im dritten Abschnitt riss bei den Gästen unverständlicherweise der Spielfaden. Es häuften sich die Annahmefehler im erschreckenden Umfang, und die im zweiten Satz so wirkungsvollen Sprungaufschläge wurden nun viel zu oft verschlagen. Die Anweisung des Trainers, von den riskanten Sprungaufschlägen auf gezielte Flatteraufgaben umzustellen, befolgten seine Männer nur halbherzig. Die Dresdner gerieten somit in Rückstand. Bei 12:15 wechselte Trainer Jan Pretscheck Stefan Grudsinski für Tino Walter ein. Einige Spieler ließen sich in dieser Phase augenscheinlich hängen und gaben den Satz nahezu kampflos ab. Das Satzergebnis von 25:18 war eindeutig. Am Ende des Satzes verletzte sich Libero Robert Went. Er wurde im vierten Satz durch den Martin Merkel ersetzt. Mit ihm kam mehr Emotionalität in die VC-Mannschaft.

Auch im vierten Satz lagen die Dresdner anfangs mit 12:10 in Front. Sie gaben diese Führung wieder durch leichte Fehler aus der Hand und gerieten mit 15:20 in Rückstand. Bei 19:22 kam Paul König, der vorher ausgewechselt worden war, wieder für Stefan Grudsinski auf das Feld zurück. In einem Zwischenspurt schafften die VC-Männer den 23:23-Ausgleich. Sie profitierten dabei auch von den sich häufenden Fehlern der Hessen. Nach dem Dresdner Ausgleich zum 25:25 sorgten ein verschlagener Angriff der Sachsen und ein Ass des Hessen Peter Wolf schließlich für den 27:25-Satzerfolg der Gastgeber. Damit stand die enttäuschende, aber verdiente 1:3-Niederlage der Dresdner gegen den Absteiger TV Waldgirmes fest, den wir schon wegen des klasse Publikums eine schnelle Rückkehr in die Bundesliga wünschen.

Trainer Jan Pretscheck war enttäuscht von seiner Mannschaft: „Unser Gegner wollte sich mit einem Sieg vor seinem beeindruckenden Publikum aus der Bundesliga verabschieden. Das ist ihm gelungen. Der Sieg der Gastgeber ist verdient. Wir haben es ihnen allerdings leicht gemacht. Einige meiner Spieler müssen sich hinterfragen, ob sie in diesem Spiel, aber speziell im dritten Satz die nötige kämpferische Einstellung hatten.“

Der VC Dresden beendet diese Saison mit einem 11. Platz, unmittelbar vor den beiden Absteigern TV Rottenburg II und TV Waldgirmes. Der Kampf an der Tabellenspitze war bis zum letzten Spieltag spannend. Bis auf Grafing mussten alle Mannschaften des Führungsquartetts Niederlagen einstecken. In einem spannenden Kopf-an-Kopf-Rennen holten sich schließlich die drei punktgleichen Mannschaften VC Eintracht Mendig, L.E. Volleys und TSV Grafing (je 38:14 Punkte) – nur getrennt durch die Satzdifferenz – die Medaillen. Der GSVE Delitzsch landete auf dem undankbaren 4. Platz.

Quelle: VC Dresden

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